Bad Salzdetfurth sucht einen neuen Bürgermeister

Am Sonntag, 16. Dezember 2018, wählt Bad Salzdetfurth einen neuen Verwaltungschef. Der 2014 gewählte, bisherige Amtsinhaber, Henning Hesse, ist aus gesundheitlichen Gründen ausgeschieden. Sieben Kandidaten stellen sich zur Wahl.

Einwohner

Ortsteile

Wahlberechtigte in etwa sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.

Von 1988 bis 2014 hatte Erich Schaper (SPD) das Amt des Stadtdirektors und ab 2001 das des Bürgermeisters inne. Bei der Kommunalwahl 2001 war zum ersten Mal in der Stadt Bad Salzdetfurth ein hauptamtlicher Bürgermeister von den Bürgern direkt gewählt worden. Dieser Bürgermeister steht seitdem gleichzeitig der Stadtverwaltung als Stadtdirektor vor. Vor Erich Schaper war Reiner Wegner (SPD) 13 Jahre lang Bürgermeister der Stadt. Bei der Wahl 2014 trat Erich Schaper nicht mehr an. Damals ließen sich mit Heinrich Hesse (SPD) und Heiko Räther (CDU) lediglich zwei Kandidaten aufstellen. Dass nun ganze sieben Kandidaten gegeneinander antreten, ist für Bad Salzdetfurth neu.

Wie wird man der Chef im Rathaus?

Als Hauptverwaltungsbeamter wählbar ist, wer am Wahltag das 23., aber noch nicht das 67. Lebensjahr vollendet hat. Er oder sie muss die deutsche Staatsangehörigkeit oder die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union besitzen – und darf nicht aufgrund einer zivil- oder strafrechtlichen Gerichtsentscheidung von der Wählbarkeit ausgeschlossen sein. Der Kandidat muss nicht zwingend im Wahlgebiet wohnen.

Wer als Einzelbewerber antreten will, kann sich selbst vorschlagen – muss aber 150 Unterschriften von Wahlberechtigten des jeweiligen Wahlbereichs vorweisen können. „Jede einzelne Unterschrift muss vom Gemeindewahlausschuss Überprüft werden“, sagt Birgit Ziemann, Pressesprecherin der Stadt Bad Salzdetfurth. So dürfe jeder, der bei einem Kandidaten unterschreibe, bei keinem weiteren Kandidaten  seine Unterschrift leisten. So will es das Niedersächsische Kommunalwahlgesetz.

Bis spätestens 12. November, 18 Uhr, mussten alle Wahlvorschläge beim Gemeindewahlleiter vorliegen. In Bad Salzdetfurth ist das Thomas Kasten, sein Stellvertreter ist Heiko Räther. Der am 16. Dezember zu wählende Bürgermeister bleibt bis zum 31. Oktober 2026 im Amt. Eine möglicherweise erforderliche Stichwahl ist für den 6. Januar vorgesehen. Bei Annahme der Wahl beginnt die Amtszeit des neuen Bad Salzdetfurther Rathauschefs am 24. Dezember, im Falle einer Stichwahl am 14. Januar.

 

So lief die Bürgermeisterwahl 2014

HAZ Forum

Zum 4. Dezember 2018 hat die Hildesheimer Allgemeine Zeitung zum HAZ Forum eingeladen. Der stellvertretende Chefredakteur Christian Wolters und Redakteurin Ulrike Kohrs diskutierten mit den Kandidaten in der Mensa der IGS in Bad Salzdetfurth. Die HAZ hat die Veranstaltung live bei Facebook übertragen.

Die Kandidaten

Michael Oßenkopp

  • 50 Jahre, geboren in Hannover
  • Familienstand: verheiratet, keine Kinder
  • Wohnort: Bad Salzdetfurth
  • Vereine: passives Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Bad Salzdetfurth
  • Hobbys: Spazierengehen mit dem Hund
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Frank Engelke

  • 49 Jahre, geboren in Groß Düngen
  • Familienstand: liiert, keine Kinder
  • Wohnort: Groß Düngen
  • Vereine: Musikverein in Hildesheim
  • Hobbys: sein großer Nutzgarten, aktiver Hornist, Segeln am Steinhuder Meer
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Manfred Abmeier

  • 58 Jahre, geboren in Bültum
  • Familienstand: drei Kinder (darunter eine Tochter, die bereits verstorben ist)
  • Wohnort:Bad Salzdetfurth
  • Hobbys: Hund „Cooper“, handwerkliches Arbeiten und Technik, zum Beispiel an Haus und Auto, Natur
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Thomas Seidler

  • 60 Jahre, geboren in Hildesheim
  • Familienstand: verheiratet, keine Kinder
  • Wohnort: Bad Salzdetfurth
  • Vereine: KVV, Geschichtsverein Bad Salzdetfurth, Hildesheimer Altstadtgilde, Architektenkammer
  • Hobbys: Kochen, Fremdsprachen
  • Homepage: www.fdp-badsalzdetfurth.de
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Mathias Mörke

  • 53 Jahre, geboren in Hildesheim 
  • Familienstand: verheiratet, drei Kinder
  • Wohnort: Östrum
  • Vereine: FFW Bodenburg, MGV Bodenburg, Freies Bad Bodenburg, Kunstverein Bodenburg
  • Hobbys: Engagement bei der Feuerwehr
  • Homepage: www.mathias-moerke.de
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Christian Wenzel

  • 39 Jahre, geboren in Detfurth
  • Familienstand: verheiratet, 2 Kinder
  • Wohnort:Detfurth
  • Vereine: Herrenschaft Bad Salzdetfurth, KVV, FFW Wesseln-Detfurth, Gewerkschaft der Polizei
  • Hobbys: Freizeitsport, Motorrad fahren
  • Homepage: christianwenzel.info
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Björn Gryschka

  • 46 Jahre, aufgewachsen in Söhlde
  • Familienstand: verheiratet, drei Kinder
  • Wohnort: Östrum
  • Vereine: ehrenamtlicher Landesvorsitzender beim Fahrgastverband Pro Bahn Niedersachsen; Freies Bad Bodenburg; MTV Bodenburg; Förderverein Freiwillige Feuerwehr Bodenburgngagement bei Pro Bahn, Modellbahn mit seinem Sohn
  • Hobbys: Engagement bei Pro Bahn, Modellbahn mit seinem Sohn
  • Homepage: www.bürgermeister-für-alle.de
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Michael Oßenkopp

„Die Bürger wissen am besten, wo die Probleme sind“

Wenn Michael Oßenkopp mit Gisbert seine Runden durch den Ort dreht, dann dauert das schon mal seine Zeit. Denn bei seinen Spaziergängen mit dem Norfolk-Terrier sucht Oßenkopp das Gespräch mit den Bürgern. Nicht erst jetzt, seit er als Kandidat für den Bürgermeisterposten in Bad Salzdetfurt angetreten ist. Auch vorher schon hat er sich viel mit Nachbarn, Freunden und Bekannten unterhalten – „und dabei habe ich oft gehört, was so alles in der Stadt nicht gut läuft“, erzählt der 50-Jährige.

„Zum Beispiel in Sachen Straßenausbaubeiträge“, sagt Oßenkopp. Andere Kommunen bekämen das ja auch hin, auf die Anliegerbeiträge zu verzichten. „Warum dann nicht auch Bad Salzdetfurth?“, fragt der gebürtige Hannoveraner. Er ist sicher, dass man den städtischen Haushalt einfach umkrempeln müsste, dann ließe sich eine ersatzlose Streichung der Strabs auch realisieren. Mit Zahlen kenne er sich aus. Seit zehn Jahren ist Oßenkopp selbstständig, er berät Privatleute und Unternehmen in Sachen Finanzen und Versicherungen. „Ich bin ein Kümmerer“, sagt Oßenkopp von sich selbst. Zu ihm kämen vor allen Dingen Bürger, die von den Banken und Versicherungen enttäuscht wurden.

Zunächst den Beruf des Bäckers erlernt

Dabei hat Oßenkopp nach seiner Schulzeit, die er an der Hildesheimer Hauptschule Marienburger Höhe mit der Mittleren Reife abgeschlossen hat, zunächst den Beruf des Bäckers erlernt. „Das hat mir viel Spaß gemacht“, sagt er. Doch Arbeitseinsatz und Lohn passten für den jungen Mann nicht zusammen, deshalb orientierte er sich beruflich neu. „Ich habe einen ziemlich bewegten Lebenslauf“, räumt der Wahl-Bad-Salzdetfurther ein.

Nach der Backstube wechselte er in die Starterfertigung bei Bosch, dann ging er als Zeitsoldat für acht Jahre zur Bundeswehr. Dort ließ er sich zum Rettungssanitäter und Krankenpfleger ausbilden, arbeitete zeitweise im OP eines Bundeswehrkrankenhauses. Diesen Beruf hätte er gerne nach seiner Bundeswehrzeit weiter ausgeübt. „Aber es gab keine entsprechenden Stellen“. Also absolvierte er eine weitere Berufsausbildung: Er lernte bei der Deutschen Beamtenversicherung (DBV), arbeitete später bei der Axa. Seit 2009 ist er mit seinem Unternehmen „Kostenretter“ selbstständig.

„Ich bin begeisterter Außendienstler und nicht so der große Büromensch“, erklärt Oßenkopp. Der Kontakt zu den Menschen sei ihm sehr wichtig. Und den wolle er auch weiterhin suchen, wenn er zum Bürgermeister gewählt würde. Denn die Menschen wüssten am besten, wo in der Stadt der Schuh drücke. Kinderbetreuung und Hochwasserschutz nennt er als Beispiele. Es müsste aber auch dringend etwas unternommen werden, um die jungen Leute in der Stadt zu halten. Oßenkopp schwebt eine Art Eventzentrum ähnlich der Halle 39 in Hildesheim vor, ein Ort, an dem Veranstaltungen für Alt und Jung stattfinden könnten. „An der Umgehungsstraße wäre der richtige Standort dafür“, überlegt Oßenkopp.

„Unabhängig und ungebunden“

Indes zeigt er wenig Begeisterung dafür, den Platz am Hotel Kronprinz für viel Geld umzubauen. „Den müsste man nur mal wieder richtig sauber machen, dann wäre der völlig in Ordnung“, sagt der 50-Jährige. Generell hapere es mit der Sauberkeit im Ort.

Politische Erfahrungen hat der Mann nicht gesammelt. Er sei unabhängig und ungebunden – und das solle auch so bleiben. Seine Informationen über die Entwicklungen in der Stadt, in der er seit 2003 zusammen mit seiner Frau Susanne lebe, beschafft sich Oßenkopp durch Zeitung lesen, Internetrecherche und eben in den Gesprächen mit den Bürgern. Kürzlich hat er zum ersten Mal eine Sitzung im Rathaus besucht – „meine Stadtrats-Premiere“, erzählt er. Und er sei schockiert gewesen, wie in dem Gremium mit den Bürgeranfragen umgegangen würde. „Das war für mich der letzte Kick, bei der Bürgermeisterwahl zu kandidieren“, sagt er. Danach habe er sein Wahlprogramm geschrieben und im Internet veröffentlicht.

Als Bürgermeister sehe er sich in der Vermittlerrolle zwischen Politik, Bürgern und Verwaltung. Zur Zeit fehle jemand an der Spitze, der diese Aufgabe wahrnehme. „Ich weiß genau, was da auf mich zukommen würde“, sagt Oßenkopp selbstbewusst. Von Berufswegen habe er in der Zeit bei der DBV schließlich viel mit Rathäusern und dem Öffentlichen Dienst zu tun gehabt. Jetzt will er auch die Bürger davon überzeugen. Für die kommenden Wochen kündigt er an, weitere Gespräche mit interessierten Bürgern zu führen, außerdem will er sich in den Ortsteilen vorstellen.

Michael Oßenkopp

50 Jahre, geboren in Hannover

  • Familienstand: verheiratet, keine Kinder
  • Wohnort: Bad Salzdetfurth
  • Vereine: passives Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Bad Salzdetfurth
  • Hobbys: Spazierengehen mit dem Hund
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Frank Engelke

49 Jahre, geboren in Groß Düngen

  • Familienstand: liiert, keine Kinder
  • Wohnort: Groß Düngen
  • Vereine: Musikverein in Hildesheim
  • Hobbys: sein großer Nutzgarten, aktiver Hornist, Segeln am Steinhuder Meer
  • Homepage: www.frankengelke.de
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Manfred Abmeier

58 Jahre, geboren in Bültum

 

  • Familienstand: drei Kinder (darunter eine Tochter, die bereits verstorben ist)
  • Wohnort:Bad Salzdetfurth
  • Hobbys: Hund „Cooper“, handwerkliches Arbeiten und Technik, zum Beispiel an Haus und Auto, Natur
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Thomas Seidler

60 Jahre, geboren in Hildesheim

  • Familienstand: verheiratet, keine Kinder
  • Wohnort: Bad Salzdetfurth
  • Vereine: KVV, Geschichtsverein Bad Salzdetfurth, Hildesheimer Altstadtgilde, Architektenkammer
  • Hobbys: Kochen, Fremdsprachen
  • Homepage: www.fdp-badsalzdetfurth.de
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Mathias Mörke

  • 53 Jahre, geboren in Hildesheim 
  • Familienstand: verheiratet, drei Kinder
  • Wohnort: Östrum
  • Vereine: FFW Bodenburg, MGV Bodenburg, Freies Bad Bodenburg, Kunstverein Bodenburg
  • Hobbys: Engagement bei der Feuerwehr
  • Homepage: www.mathias-moerke.de
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Christian Wenzel

  • 39 Jahre, geboren in Detfurth
  • Familienstand: verheiratet, 2 Kinder
  • Wohnort:Detfurth
  • Vereine: Herrenschaft Bad Salzdetfurth, KVV, FFW Wesseln-Detfurth, Gewerkschaft der Polizei
  • Hobbys: Freizeitsport, Motorrad fahren
  • Homepage: christianwenzel.info
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Björn Gryschka

46 Jahre, aufgewachsen in Söhlde

  • Familienstand: verheiratet, drei Kinder
  • Wohnort: Östrum
  • Vereine: ehrenamtlicher Landesvorsitzender beim Fahrgastverband Pro Bahn Niedersachsen; Freies Bad Bodenburg; MTV Bodenburg; Förderverein Freiwillige Feuerwehr Bodenburgngagement bei Pro Bahn, Modellbahn mit seinem Sohn
  • Hobbys: Engagement bei Pro Bahn, Modellbahn mit seinem Sohn
  • Homepage: www.bürgermeister-für-alle.de
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Björn Gryschka

Politik ist dann spannend, wenn man etwas verändern kann

Beruflich ist Björn Gryschka eigentlich schon dort, wo er hin will: im Rathaus. Zur Zeit ist er dort allerdings noch in der zweiten Reihe tätig – und das will er ändern. Der 46-Jährige will in die erste Reihe vorrücken: Er kandidiert als Parteiloser für das Amt des Bürgermeisters in Bad Salzdetfurth. „Die Stadt braucht keinen Manager, sondern einen Bürgermeister mit Bezug und Identifikation zum Ort“, sagt der Östrumer.

Gryschka ist ein Verwaltungsmensch durch und durch. Zur Zeit arbeitet er eng an der Seite des Hildesheimer Oberbürgermeisters Ingo Meyer. Wie Rathaus funktioniert, wie das Zusammenspiel zwischen Rat und Verwaltung läuft, das ist sein täglich Brot.

Der Wahl-Östrumer ist in Söhlde aufgewachsen, hat am Andreanum in Hildesheim Abitur gemacht und anschließend beim Landkreis eine Ausbildung zum Diplom-Verwaltungswirt absolviert. Nach seiner Bundeswehrzeit wechselte er 1996 zur Stadt Hildesheim. In den 22 Jahren, die er dort arbeitet, hat Gryschka viele Fachbereiche durchlaufen. Er war im Jugend- und Sozialamt, hat zu Zeiten von Dr. Konrad Deufel und Kurt Machens im Büro des Oberbürgermeisters gearbeitet, ist dann in die Organisation gewechselt und 2015 erneut ins OB-Büro gezogen. „Im bin ein interner Dienstleister, ein Mittler zwischen Verwaltung und Politik“, beschreibt Gryschka seine jetzige Rolle.

„Reformen brauchen Zeit“

Für die Bad Salzdetfurther Verwaltung sieht er noch Luft nach Oben. Doch er ist keiner, der das mit scharfen Vorwürfen formuliert. Auf Knopfdruck lasse sich so ein Haus ohnehin nicht umstellen. „Reformen brauchen Zeit“, ist Gryschka überzeugt. Ein Bürgermeister müsse klare Ansagen machen, brauche aber auch die Mitarbeiter an seiner Seite. „Ohne sie geht’s nicht.“

Der Östrumer möchte die Öffnungszeiten des Rathauses kundengerechter gestalten: Dass die Bürger mittwochs vor verschlossener Tür stünden, stattdessen donnerstags bis 19 Uhr geöffnet sei, sei ein veraltetes Modell. „Wir brauchen verlässlichere Öffnungszeiten“, erklärt er. Außerdem sollten Verwaltungsabläufe transparenter sein. Gryschka verweist auf das Ratsinformationssystem im Internet, dort sollten Vorlagen frühzeitig veröffentlicht werden: „Bürger und Politik müssen gleichzeitig informiert werden“. Nur so könnten Bürger Entscheidungen nachvollziehen und qualifiziert mitdiskutieren.

Er hat auch ein Beispiel parat: Der Ärger um die geplante Neugestaltung des Marktplatzes – hätte die Verwaltung frühzeitig und aktiv über den Stand der Dinge in Sachen Fördergelder informiert, würden die Bürger nicht auf eigene Faust recherchieren und versuchen, Förderrichtlinien selbst zu interpretieren.

Mit den Bürgern diskutieren

Wie wichtig die Beteiligung der Bürger ist, weiß er aus seiner Arbeit als Landesvorsitzender des Fahrgastverbandes „Pro Bahn“. Mit dieser ehrenamtlichen Aufgabe vertritt Gryschka die Anliegen und Bedürfnisse der Kunden in Sachen Bahn. Das traut man dem ruhigen Östrumer auf den ersten Blick kaum zu. Doch tatsächlich bewies der 46-Jährige dabei in der Vergangenheit schon so manches Mal Hartnäckigkeit und Verhandlungsgeschick. „Wir haben uns zum Beispiel 2009 mit Stadt und Kurverwaltung dafür stark gemacht, dass auch sonntags Züge nach Bad Salzdetfurth fahren“, erinnert der Östrumer. Und er freut sich, dass das bis heute so ist.

„Politik ist dann spannend, wenn man etwas bewegen kann“, sagt der 46-Jährige. Deshalb würde er als Bürgermeister den Ortsräten auch einen höheren Stellenwert einräumen wollen. „Wir brauchen diese Ehrenamtlichen“, sagt er. Im Rahmen seines Jobs in der Hildesheimer Verwaltung betreut er die Ortsräte von Einum und Marienburger Höhe, erlebt dort, was Ortsräte auf die Beine stellen können und wie wichtig es sei, dass die Verwaltung einen guten Draht in diese Gremien habe.

Zu tun gebe es in Kernstadt und Ortsteilen genug, ist Gryschka überzeugt und erinnert an Straßenausbaubeitragssatzung („Stadtrat soll keine Entscheidung vor den Bürgermeisterwahlen fällen“), Hochwasserschutz und Tourismusförderung. Auf seiner Wahlkampf-„Zuhör-Tour“ will er die Probleme bei den Bürger erfragen. Aber auch als Bürgermeister würde er auf die Straße gehen wollen, um mit den Leuten ins Gespräch zu kommen: „Zum Beispiel zum Thema neuer Marktplatz.“ Der Wochenmarkt wäre der ideale Ort, um als Rathauschef zusammen mit einem Kollegen mit Interessierten diskutieren. „Ins Rathaus kommt nicht jeder, das kostet viele Überwindung“, weiß der Verwaltungsfachmann.

Michael Oßenkopp

  • 50 Jahre, geboren in Hannover
  • Familienstand: verheiratet, keine Kinder
  • Wohnort: Bad Salzdetfurth
  • Vereine: passives Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Bad Salzdetfurth
  • Hobbys: Spazierengehen mit dem Hund
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Frank Engelke

49 Jahre, geboren in Groß Düngen

  • Familienstand: liiert, keine Kinder
  • Wohnort: Groß Düngen
  • Vereine: Musikverein in Hildesheim
  • Hobbys: sein großer Nutzgarten, aktiver Hornist, Segeln am Steinhuder Meer
  • Homepage: www.frankengelke.de
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Manfred Abmeier

  • 58 Jahre, geboren in Bültum
  • Familienstand: drei Kinder (darunter eine Tochter, die bereits verstorben ist)
  • Wohnort:Bad Salzdetfurth
  • Hobbys: Hund „Cooper“, handwerkliches Arbeiten und Technik, zum Beispiel an Haus und Auto, Natur
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Thomas Seidler

  • 60 Jahre, geboren in Hildesheim
  • Familienstand: verheiratet, keine Kinder
  • Wohnort: Bad Salzdetfurth
  • Vereine: KVV, Geschichtsverein Bad Salzdetfurth, Hildesheimer Altstadtgilde, Architektenkammer
  • Hobbys: Kochen, Fremdsprachen
  • Homepage: www.fdp-badsalzdetfurth.de
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Mathias Mörke

  • 53 Jahre, geboren in Hildesheim 
  • Familienstand: verheiratet, drei Kinder
  • Wohnort: Östrum
  • Vereine: FFW Bodenburg, MGV Bodenburg, Freies Bad Bodenburg, Kunstverein Bodenburg
  • Hobbys: Engagement bei der Feuerwehr
  • Homepage: www.mathias-moerke.de
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Christian Wenzel

  • 39 Jahre, geboren in Detfurth
  • Familienstand: verheiratet, 2 Kinder
  • Wohnort:Detfurth
  • Vereine: Herrenschaft Bad Salzdetfurth, KVV, FFW Wesseln-Detfurth, Gewerkschaft der Polizei
  • Hobbys: Freizeitsport, Motorrad fahren
  • Homepage: christianwenzel.info
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Björn Gryschka

46 Jahre, aufgewachsen in Söhlde

  • Familienstand: verheiratet, drei Kinder
  • Wohnort: Östrum
  • Vereine: ehrenamtlicher Landesvorsitzender beim Fahrgastverband Pro Bahn Niedersachsen; Freies Bad Bodenburg; MTV Bodenburg; Förderverein Freiwillige Feuerwehr Bodenburgngagement bei Pro Bahn, Modellbahn mit seinem Sohn
  • Hobbys: Engagement bei Pro Bahn, Modellbahn mit seinem Sohn
  • Homepage: www.bürgermeister-für-alle.de
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Frank Engelke

Mehr Kommunikation sorgt für mehr Vertrauen und Verständnis

Eigentlich hatte er der Heimat den Rücken gekehrt: in Bayern, Leipzig und Hamburg hat er gelebt, beruflich fast die ganze Welt bereist. Seit rund sieben Jahren ist Frank Engelke zurück in Groß Düngen. Jetzt schmiedet er auch berufliche Pläne in seiner Heimat: Der 49-Jährige will parteiloser Bürgermeister in Bad Salzdetfurth werden – weil es an der Zeit sei, dass einer ohne Parteibuch das Amt übernehme. „Immerhin haben wir vier parteilosen Kandidaten schon mit unseren Unterstützerunterschriften mehr Anhänger als die etablierten Parteien Mitglieder haben“, sagt er. Doch parteilos und unabhängig zu sein, reiche nicht, um Bürgermeister zu sein, gibt er zu bedenken. Der neue Chef im Rathaus brauche unbedingt mehr Verwaltungserfahrung – so wie er es hat, zeigt er sich selbstbewusst.

Frank Engelke ist gebürtiger Groß Dünger. Dort hat er die Grundschule besucht, danach die Realschule in Bad Salzdetfurth. Anschließend hat er am technischen Gymnasium in Hildesheim das Abitur bestanden. Sein beruflicher Werdegang führte den Mann für zwölf Jahre zur Bundeswehr. Er schlug die Offizierslaufbahn ein und studierte in München Staatswissenschaften. „Politik, Volkswirtschaft und öffentliches Recht waren in diesem damals neuen Studiengang die Schwerpunkte“, erinnert er sich. Das habe ihn alles sehr interessiert – was er mit dem abgeschlossenen Studium beruflich machen wollte, wusste der junge Mann damals aber noch nicht. Rückblickend habe ihm das Studium aber tatsächlich das Rüstzeug für das Amt des Bürgermeisters gegeben, ist er sicher.
Als Hauptmann habe er zudem die Verantwortung für Ausbildung und Einsatz von 200 Soldaten getragen, war er mehrfach zu Einsätzen in Krisengebieten – ihn schreckt so schnell keine Aufgabe mehr.

Zwängen der Parteipolitik entgehen

Zunächst hat Engelke nach der Bundeswehrzeit dann bei einem französischen Unternehmen die Kommunikationsabteilung aufgebaut. „Die haben für die Berliner Stadtverwaltung als Dienstleister die Wasserwirtschaft und Abfallentsorgung organisiert“, erzählt er. Damals habe er auch ein Gespür dafür bekommen, wie Politik funktioniere, „auch welche Zwänge Parteipolitik mit sich mitbringt“. Das habe ihn geprägt und überzeugt, selbst zwar politisch interessiert zu bleiben, aber keiner Partei beizutreten. Obwohl er in einem sozialdemokratischen Haushalt groß geworden ist, sein Vater saß einst sogar im Bad Salzdetfurther Stadtrat.
Sieben Jahre blieb Engelke bei dem Berliner Unternehmen, dann ist er der Liebe wegen nach Bayern gezogen, hat für eine dortige Firma weltweite Messeauftritte organisiert. Als seine Ehe auseinanderging, tauschte er Bayern gegen Hamburg ein, arbeitete dort für ein großes Industrieunternehmen. Bis ihm seine Mutter bei einem Telefongespräch erzählte, dass in Groß Düngen ein interessantes Haus zum Verkauf stünde – „und mir klar wurde, dass ich in der schnelllebigen Marketingwelt auf Dauer nicht mithalten wollte“, erzählt er. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin lebt er inzwischen seit 2012 glücklich in Groß Düngen. Als Lehrer und Koordinator an einer Fachoberschule für Wirtschaft und Verwaltung arbeitet der Groß Dünger in Braunschweig.

Aus den Augen verloren habe er die Heimat nie. Über Freunde und Familie habe er die Entwicklung im Stadtgebiet aufmerksam verfolgt. Als im vergangenen Jahr das Hochwasser nicht nur großen Schaden angerichtet, sondern auch manches an die Oberfläche gespült habe, was in Bad Salzdetfurth nicht gut laufe, da sei in ihm der Wunsch gereift, selbst als Bürgermeister einzugreifen und Dinge zu verbessern. „Wir stehen vor vielen Herausforderungen“, sagt Engelke. Verkehrspolitik, Infrastruktur, Hochwasserschutz – nennt er als Beispiele. Doch er warnt auch vor großen Träumen. Er habe sich in den Haushalt eingelesen, weiß, dass Bad Salzdetfurth finanziell keine großen Spielräume habe. Dennoch seien eine Menge Verbesserungen möglich: zum Beispiel die Anliegerbeiträge für den Straßenausbau sozialverträglicher zu gestalten. Auch zum Thema Verwaltung hat Engelke eine Meinung. „Es gab zu wenig Kommunikation“, sagt er. Das sorge für schlechte Stimmung. Die Bürger müssten dringend mehr mitgenommen werden. „Wenn ihnen erklärt wird, warum etwas wie gemacht wird oder nicht, haben sie auch Vertrauen und Verständnis“, ist er sicher.

Im Wahlkampf setzt der 49-Jährige auf ruhige Töne. Er besucht politische Sitzungen, diskutiert mit den Bürgern in den Ortsteilen. Er will wissen, wo den Bürgern der Schuh drückt. Die Zahl der Mitstreiter schreckt ihn nicht. „Das ist Demokratie“, sagt er und zuckt mit den Schultern. Er habe sein Ziel vor Augen und das verfolge er: Bürgermeister für alle zu werden.

Michael Oßenkopp

  • 50 Jahre, geboren in Hannover
  • Familienstand: verheiratet, keine Kinder
  • Wohnort: Bad Salzdetfurth
  • Vereine: passives Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Bad Salzdetfurth
  • Hobbys: Spazierengehen mit dem Hund
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Frank Engelke

  • 49 Jahre, geboren in Groß Düngen
  • Familienstand: liiert, keine Kinder
  • Wohnort: Groß Düngen
  • Vereine: Musikverein in Hildesheim
  • Hobbys: sein großer Nutzgarten, aktiver Hornist, Segeln am Steinhuder Meer
  • Homepage: www.frankengelke.de
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Manfred Abmeier

  • 58 Jahre, geboren in Bültum
  • Familienstand: drei Kinder (darunter eine Tochter, die bereits verstorben ist)
  • Wohnort:Bad Salzdetfurth
  • Hobbys: Hund „Cooper“, handwerkliches Arbeiten und Technik, zum Beispiel an Haus und Auto, Natur
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Thomas Seidler

  • 60 Jahre, geboren in Hildesheim
  • Familienstand: verheiratet, keine Kinder
  • Wohnort: Bad Salzdetfurth
  • Vereine: KVV, Geschichtsverein Bad Salzdetfurth, Hildesheimer Altstadtgilde, Architektenkammer
  • Hobbys: Kochen, Fremdsprachen
  • Homepage: www.fdp-badsalzdetfurth.de
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Mathias Mörke

  • 53 Jahre, geboren in Hildesheim 
  • Familienstand: verheiratet, drei Kinder
  • Wohnort: Östrum
  • Vereine: FFW Bodenburg, MGV Bodenburg, Freies Bad Bodenburg, Kunstverein Bodenburg
  • Hobbys: Engagement bei der Feuerwehr
  • Homepage: www.mathias-moerke.de
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Christian Wenzel

  • 39 Jahre, geboren in Detfurth
  • Familienstand: verheiratet, 2 Kinder
  • Wohnort:Detfurth
  • Vereine: Herrenschaft Bad Salzdetfurth, KVV, FFW Wesseln-Detfurth, Gewerkschaft der Polizei
  • Hobbys: Freizeitsport, Motorrad fahren
  • Homepage: christianwenzel.info
Zum Porträt

Björn Gryschka

  • 46 Jahre, aufgewachsen in Söhlde
  • Familienstand: verheiratet, drei Kinder
  • Wohnort: Östrum
  • Vereine: ehrenamtlicher Landesvorsitzender beim Fahrgastverband Pro Bahn Niedersachsen; Freies Bad Bodenburg; MTV Bodenburg; Förderverein Freiwillige Feuerwehr Bodenburgngagement bei Pro Bahn, Modellbahn mit seinem Sohn
  • Hobbys: Engagement bei Pro Bahn, Modellbahn mit seinem Sohn
  • Homepage: www.bürgermeister-für-alle.de
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Thomas Seidler

Politik und Verwaltung stehen sich viel zu nah

Thomas Seidler will Bad Salzdetfurths Bürgermeister werden. Für die FDP ist der 60-Jährige in den Wahlkampf gezogen. „Wenn Bürger sich engagieren, dann bewegt sich auch was“, ist der Wahl-Kurstädter überzeugt. Deshalb ist er schon seit Jahren politisch aktiv und würde auch als Bürgermeister auf das Engagement der Bad Salzdetfurther setzen.

Seidler ist in Hildesheim geboren, als kleiner Junge aber mit seinen Eltern ins Münsterland gezogen. Dort ist er aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach dem Abitur hat er in Münster Architektur studiert. 2002 zog es ihn zurück in die alte Heimat. „Der Geschäfte wegen“, erzählt Seidler, der sich zwischenzeitlich mit seiner Frau, die ebenfalls Architektin ist, selbstständig gemacht hatte. Weil das Paar einige Aufträge im Bereich Hildesheim hatte, zog es vorübergehend zu Seidlers Mutter nach Emmerke, später nach Hildesheim.

„Jung, dynamisch und politisch nicht verbrannt“

Dort begann auch Seidlers aktive politische Zeit. Für die CDU zog er in den Ortsrat Oststadt ein. „Das war eine sehr konstruktive Zusammenarbeit in dem Gremium“, erinnert er sich zurück. Als der Architekt 2012 ein Haus in Bad Salzdetfurth kaufte und ein Jahr später dort einzog, musste er den Ortsrat verlassen. Er wandte sich in der Kurstadt der CDU zu – und wurde offenbar schwer enttäuscht. „Es hat sich einfach nichts bewegt“, sagt er und als er bei der Kommunalwahl kandidieren wollte, sein Ortsverein darauf aber nicht reagiert habe, sei er ausgetreten.

Danach hat sich Seidler auf die Suche nach einer anderen Partei gemacht. Seine Wahl fiel auf die FDP, „weil die jung und dynamisch, politisch nicht verbrannt ist“, erklärt er. Beeindruckt habe ihn auch, dass er Kontakt zu Christian Lindner gesucht, der sich auch tatsächlich schnell bei ihm zurückgemeldet und bestärkt habe, einen Ortsverein in Bad Salzdetfurth zu gründen. Das hat Seidler mit einigen Mitstreitern in diesem Sommer getan. 14 Mitglieder zählt der Verein inzwischen – und freut sich, in Seidler einen Vorsitzenden zu haben, der sich aufmacht, den Chefposten im Rathaus zu erobern. „Ich möchte Bürgermeister werden, weil ich etwas bewegen will und kann“, sagt er. Und an Bewegung fehle es Bad Salzdetfurth deutlich.

Erfahrung mit Verwaltung habe er als Architekt ausreichend gemacht, ist er überzeugt. Er müsse sich schließlich immer wieder mit Flächennutzungsplänen, Bebaungsplänen, Baurecht, Ausschreibungen und Wettbewerben beschäftigen. „Da traue ich mir den Posten sehr wohl zu“, so Seidler.

Den Bürgermeister sieht er als eine wichtige Verbindungsstelle zum Bürger. Entscheider sei aber natürlich der Stadtrat, die Verwaltung müsse die Aufträge ausführen. In Bad Salzdetfurth habe sich die Verwaltung verselbstständigt. Das könne so nicht bleiben. Zumal sie Fehler mache, die die Stadt teuer zu stehen kämen. Er erinnert an den Flowtrail, der ohne Baugenehmigung begonnen wurde, an das Projekt Marktplatz bei dem versäumt worden sei, Fördergelder zu beantragen, ist er sicher.

Regelmäßige Bürgerversammlungen

Seidler ist eher der ruhige Typ. Einer, der in der Vergangenheit in öffentlichen Sitzungen ab und an schon mal seine Meinung gesagt hat, aber dabei besonnen bleibt. Doch auch wenn sein Ton unaufgeregt ist, mit scharfer Kritik an den Verantwortlichen spart er nicht: „Politik und Verwaltung sind sich hier viel zu nah.“

Darauf müsse ein Bürgermeister achten. Der müsse für Transparenz und Bürgernähe sorgen. Die will Seidler durch regelmäßige Bürgerversammlungen garantieren. Zweimal im Jahr sollten die stattfinden und allen Interessierten die Möglichkeit geben, ihre Meinung zu den wichtigen Themen im Ort zu sagen. „Der Bürger ist schließlich der Auftraggeber für Politik und Verwaltung.“

Themen gebe es in der Stadt genug. Seidler erinnert an den Hochwasserschutz: „Seit 2007 ist doch nichts passiert.“ Dabei habe Hans-Werner Kalkmann mit seinem „Südsee“ einen guten Vorschlag gemacht, „auf den er aber nie eine Antwort bekam. Da fragt man sich doch warum?“, so der 60-Jährige.

Auch die Themen Infrastruktur („Ich suche gerade Kontakt mit der NWB, damit zukünftig ein Zug von Bad Salzdetfurth aus direkt nach Hannover fährt“) und Breitband („Wir brauchen einen Digitalbeauftragten, der den Ausbau zentral steuert“) hat er sich unter anderem auf die Fahnen geschrieben. Grundsätzlich will Seidler einen „Masterplan“ für die Stadt stricken – einen, der Ziele langfristig festlegt mit Zeitabläufen und Zuständigkeiten. Einen, den die Leute auch einsehen könnten, so nehme man Bürger mit.

Michael Oßenkopp

  • 50 Jahre, geboren in Hannover
  • Familienstand: verheiratet, keine Kinder
  • Wohnort: Bad Salzdetfurth
  • Vereine: passives Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Bad Salzdetfurth
  • Hobbys: Spazierengehen mit dem Hund
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Frank Engelke

  • 49 Jahre, geboren in Groß Düngen
  • Familienstand: liiert, keine Kinder
  • Wohnort: Groß Düngen
  • Vereine: Musikverein in Hildesheim
  • Hobbys: sein großer Nutzgarten, aktiver Hornist, Segeln am Steinhuder Meer
  • Homepage: www.frankengelke.de
Zum Porträt 

Manfred Abmeier

  • 58 Jahre, geboren in Bültum
  • Familienstand: drei Kinder (darunter eine Tochter, die bereits verstorben ist)
  • Wohnort:Bad Salzdetfurth
  • Hobbys: Hund „Cooper“, handwerkliches Arbeiten und Technik, zum Beispiel an Haus und Auto, Natur
Zum Porträt

Thomas Seidler

  • 60 Jahre, geboren in Hildesheim
  • Familienstand: verheiratet, keine Kinder
  • Wohnort: Bad Salzdetfurth
  • Vereine: KVV, Geschichtsverein Bad Salzdetfurth, Hildesheimer Altstadtgilde, Architektenkammer
  • Hobbys: Kochen, Fremdsprachen
  • Homepage: www.fdp-badsalzdetfurth.de
Zum Porträt

Mathias Mörke

  • 53 Jahre, geboren in Hildesheim 
  • Familienstand: verheiratet, drei Kinder
  • Wohnort: Östrum
  • Vereine: FFW Bodenburg, MGV Bodenburg, Freies Bad Bodenburg, Kunstverein Bodenburg
  • Hobbys: Engagement bei der Feuerwehr
  • Homepage: www.mathias-moerke.de
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Christian Wenzel

  • 39 Jahre, geboren in Detfurth
  • Familienstand: verheiratet, 2 Kinder
  • Wohnort:Detfurth
  • Vereine: Herrenschaft Bad Salzdetfurth, KVV, FFW Wesseln-Detfurth, Gewerkschaft der Polizei
  • Hobbys: Freizeitsport, Motorrad fahren
  • Homepage: christianwenzel.info
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Björn Gryschka

  • 46 Jahre, aufgewachsen in Söhlde
  • Familienstand: verheiratet, drei Kinder
  • Wohnort: Östrum
  • Vereine: ehrenamtlicher Landesvorsitzender beim Fahrgastverband Pro Bahn Niedersachsen; Freies Bad Bodenburg; MTV Bodenburg; Förderverein Freiwillige Feuerwehr Bodenburgngagement bei Pro Bahn, Modellbahn mit seinem Sohn
  • Hobbys: Engagement bei Pro Bahn, Modellbahn mit seinem Sohn
  • Homepage: www.bürgermeister-für-alle.de
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Mathias Mörke

Der Bürgermeister muss Impulse für die politische Arbeit geben

Er rückt aus, wenn es brennt. Das ist für den ehrenamtlichen Feuerwehrmann Mathias Mörke nichts Neues. Nur, dass er dieses Mal kein Feuer löschen will. In der Stadt glimmen Unmut und Unzufriedenheit, die will er bekämpfen – als neuer Bürgermeister in Bad Salzdetfurth. Deshalb kandidiert der Christdemokrat für den Posten des Chefs im Rathaus.

Mörke ist gebürtiger Bodenburger, zog mit seiner Familie aber ins Nachbardorf Klein Ilde und wurde damit vorübergehend zum Bockenemer. In Bockenem besuchte Mörke die Schule und lernte bei der Kreissparkasse Hildesheim Bankkaufmann. Im Anschluss absolvierte er den Grundwehrdienst und ging dann nach Berlin an die Sparkassenakademie, die er mit dem Titel des Sparkassenbetriebswirtes abschloss. „Das war außergewöhnlich, dass ich die Akademie in Berlin besuchen durfte und für mich eine gute Zeit in der Hauptstadt“, erinnert er sich. Doch bleiben wollte er dort nicht. Mörke kehrte zurück in die Heimat, arbeitete in der Hauptstelle der Kreissparkasse Hildesheim, später in Hannover. Inzwischen ist er Leiter der Kreditproduktion bei der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine, verantwortlich für rund 100 Mitarbeiter.

Bekannt durch Engagement bei der Feuerwehr

Im Landkreis Hildesheim hat sich Mörke vor allen Dingen wegen seines Engagements bei der Freiwilligen Feuerwehr einen Namen gemacht. Im Alter von zehn Jahren ist er Mitglied der Jugendfeuerwehr in Klein Ilde geworden. Seitdem ist er bei den ehrenamtlichen Rettern aktiv. Er war unter anderem 18 Jahre lang Ortsbrandmeister in Bodenburg, ist inzwischen stellvertretender Kreisbrandmeister. „Mir ist es wichtig, mich für die Gesellschaft zu engagieren und man bekommt ja schließlich auch viel Dank zurück“, erklärt er sein zeitaufwendiges Hobby. Beim Hochwasser-Einsatz 2017 war das nicht immer so, da gab es für die Feuerwehr-Kameraden von einigen Bürgern scharfe Töne zu hören. „Das waren Einzelfälle. Man darf nicht vergessen, dass die Situation damals für die Betroffenen sehr extrem war“, sagt Mörke.

Es war auch in diesen Tagen des Hochwassers als in Mörke mehr und mehr der Eindruck erwuchs, dass in Bad Salzdetfurth nicht alles rund laufe. Als es dann hieß, der Bürgermeisterposten sei neu zu besetzen und die Parteien würden einen gemeinsamen Kandidaten suchen, war das für ihn das Zeichen. Mörke schrieb seine Bewerbung an die Findungskommission. „Ich habe aufgrund meiner Tätigkeit bei der Feuerwehr viel mit Kommunen zu tun“, erklärt Mörke. Als Brandabschnittsleiter berate er Verwaltungen in Sachen Feuerwehrschutz, in Bad Salzdetfurth hat er maßgeblich am Brandschutzbedarfsplan mitgeschrieben. Als Leiter einer großen Abteilung bei der Sparkasse und auch als Feuerwehr-Führungskraft habe er zudem gelernt, wie wichtig es ist, Entscheidungen zu treffen und Strukturen vorzugeben. Aufgaben, die ein Bürgermeister inne haben müsse – darauf fühlt er sich gut vorbereitet.

„Über den eigenen Tellerrand schauen“

Mörke sieht den Verwaltungschef auch als einen Motor im Stadtrat, als denjenigen, der Impulse für die politische Arbeit setzen müsse. Zum Beispiel in Sachen Marktplatzplanungen. „Da muss man über den eigenen Tellerrand schauen“, sagt Mörke. Es gebe Städte, die größer seien als Bad Salzdetfurth und es geschafft hätten, ihre Innenstadtsanierung mit bis zu 80 Prozent bezuschussen zu lassen. Außerdem: „Warum muss Bad Salzdetfurth seine Neubaugebiete selbst erschließen? Das machen andere Kommunen längst nicht mehr“, sagt er.

Seit 15 Jahren ist Mörke CDU-Mitglied. Doch das Parteibuch dürfe für einen Bürgermeister keine Rolle spielen. Deshalb habe er sich bei der gemeinsamen Findungskommission beworben. Aber die ist gescheitert, nun werden doch getrennte Bewerber ins Rennen geschickt. Das war für ihn dennoch kein Grund aufzugeben. „Die Stadt verdient einen engagierten Bürgermeister, der etwas bewirken und verändern kann“, erklärt er seine Beweggründe. Dass ihm seine Parteizugehörigkeit bei der Wahl schaden könnte, weil die Bürger vielleicht keinen CDU-, SPD- oder FDP-Politiker an der Spitze haben wollen, glaubt er nicht. „Bürgermeisterwahlen sind Personenwahlen“, sagt der 53-Jährige. Da müsse jeder einzelne Kandidat mit seiner Person und seinen Zielen überzeugen.

Seit 2008 lebt Mörke mit Frau und Kindern in Östrum. Familie, Beruf und Feuerwehr unter einen Hut zu bringen, sei nicht immer einfach – aber machbar. „Meine Familie steht hinter mir, ist es gewohnt, dass ich viel unterwegs bin.“ Er würde seinen Posten bei der Feuerwehr zunächst behalten, wenn er Bürgermeister wird. „Aber der Beruf geht vor, wenn es nicht mehr passt, steht die Feuerwehr hinten an.“

Michael Oßenkopp

  • 50 Jahre, geboren in Hannover
  • Familienstand: verheiratet, keine Kinder
  • Wohnort: Bad Salzdetfurth
  • Vereine: passives Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Bad Salzdetfurth
  • Hobbys: Spazierengehen mit dem Hund
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Frank Engelke

  • 49 Jahre, geboren in Groß Düngen
  • Familienstand: liiert, keine Kinder
  • Wohnort: Groß Düngen
  • Vereine: Musikverein in Hildesheim
  • Hobbys: sein großer Nutzgarten, aktiver Hornist, Segeln am Steinhuder Meer
  • Homepage: www.frankengelke.de
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Manfred Abmeier

  • 58 Jahre, geboren in Bültum
  • Familienstand: drei Kinder (darunter eine Tochter, die bereits verstorben ist)
  • Wohnort:Bad Salzdetfurth
  • Hobbys: Hund „Cooper“, handwerkliches Arbeiten und Technik, zum Beispiel an Haus und Auto, Natur
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Thomas Seidler

  • 60 Jahre, geboren in Hildesheim
  • Familienstand: verheiratet, keine Kinder
  • Wohnort: Bad Salzdetfurth
  • Vereine: KVV, Geschichtsverein Bad Salzdetfurth, Hildesheimer Altstadtgilde, Architektenkammer
  • Hobbys: Kochen, Fremdsprachen
  • Homepage: www.fdp-badsalzdetfurth.de
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Mathias Mörke

53 Jahre, geboren in Hildesheim 

 

  • Familienstand: verheiratet, drei Kinder
  • Wohnort: Östrum
  • Vereine: FFW Bodenburg, MGV Bodenburg, Freies Bad Bodenburg, Kunstverein Bodenburg
  • Hobbys: Engagement bei der Feuerwehr
  • Homepage: www.mathias-moerke.de
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Christian Wenzel

  • 39 Jahre, geboren in Detfurth
  • Familienstand: verheiratet, 2 Kinder
  • Wohnort:Detfurth
  • Vereine: Herrenschaft Bad Salzdetfurth, KVV, FFW Wesseln-Detfurth, Gewerkschaft der Polizei
  • Hobbys: Freizeitsport, Motorrad fahren
  • Homepage: christianwenzel.info
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Björn Gryschka

  • 46 Jahre, aufgewachsen in Söhlde  
  • Familienstand: verheiratet, drei Kinder
  • Wohnort: Östrum
  • Vereine: ehrenamtlicher Landesvorsitzender beim Fahrgastverband Pro Bahn Niedersachsen; Freies Bad Bodenburg; MTV Bodenburg; Förderverein Freiwillige Feuerwehr Bodenburgngagement bei Pro Bahn, Modellbahn mit seinem Sohn
  • Hobbys: Engagement bei Pro Bahn, Modellbahn mit seinem Sohn
  • Homepage: www.bürgermeister-für-alle.de
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Christian Wenzel

„Wir müssen uns unbedingt entwickeln“

Er will mitgestalten, Verantwortung übernehmen. Ob im Beruf oder in seiner Freizeit – Christian Wenzel mischt sich ein. Seit 2011 sitzt der 39-Jährige im Ortsrat in Detfurth. Dabei hat er auch politisch Blut geleckt: Jetzt will er Bürgermeister in Bad Salzdetfurth werden, maßgeblich beteiligt sein, an einem Zukunftsentwurf für die Stadt mitzuarbeiten: „Wir können diskutieren, was wir wollen, aber erst einmal müssen wir uns einig sein, was wir sein wollen.“

Christian Wenzel ist von klein auf Detfurther, auf dem großen Grundstück, auf dem sein Elternhaus steht, hat er inzwischen ein eigenes Haus für seine Familie gebaut. „In Detfurth bin ich zuhause, das war nie anders“, sagt Wenzel. Zur Schule gegangen ist er erst in Bad Salzdetfurth, später hat er sein Abitur am Josephinum in Hildesheim absolviert. Nach dem Wehrdienst entschied er sich für eine Laufbahn bei der Polizei. Wenzel ging zunächst zur Polizeischule in Hann. Münden, anschließend wechselte er an die Fachhochschule Hildesheim, Fachbereich Polizei, und bestand dort 2003 seinen Abschluss als Diplom-Verwaltungswirt. Mit dem Titel in der Tasche durchlief er in Hannover mehrere Abteilungen bei der Landespolizei. Wenzel sammelte beispielsweise Erfahrungen in Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder Personal- und Einsatzmanagement. Und er absolviert als Zugführer bei der Bereitschaftspolizei bis heute seinen Dienst auf der Straße. Wenzel war im Einsatz, wenn der Castor über niedersächsische Straßen ins Wendland transportiert wurde, sorgt mit seinen Leuten unter anderem bei den Heimspielen von Hannover 96 für Sicherheit.

„Und was es mit uns als Familie macht“

Acht Jahre lang hat Wenzel in Hannover gelebt. 2011 zog es ihn zurück in die Heimat. Den Kontakt nach Bad Salzdetfurth ließ Wenzel nie abreißen, sein Lebensmittelpunkt war auch in den hannoverschen Jahren in Detfurth und Umgebung. Kaum wohnte er wieder in der Heimat, ließ er sich für den Ortsrat in Detfurth aufstellen – und wurde auch gewählt, noch immer sitzt er in dem Gremium. „Kandidiert habe ich damals auf der SPD-Liste, aber zunächst ohne Parteibuch“, erinnert sich Wenzel. Erst 2014 trat er der Partei auch bei. Die Arbeit im Ortsrat war genau das, was Wenzel wollte: mitmachen, gemeinsam Pläne schmieden, Themen angehen und umsetzen. „Und immer ging es um die Sache“, sagt er. Doch tatsächlich hat der 39-Jährige gemerkt, dass ihm die Arbeit im Ortsrat auf Dauer nicht reicht. „Als klar wurde, dass ein neuer Bürgermeister gewählt werden muss, hab ich gleich gedacht, das könnte etwas für mich sein,“ erzählt Wenzel.

Dann sei er losgezogen und habe sich informiert, was auf ihn zukomme, wenn er ins Rathaus einziehen würde. Er führte ein langes Gespräch mit dem Ersten Stadtrat Thomas Kasten, beriet sich aber auch mit anderen Bürgermeistern. „Ich war zum Beispiel in Harsum bei Marcel Litfin“, so Wenzel. In dem Gespräch ging es zum einen um die vielfältigen Aufgaben, die der Posten mit sich bringe, aber auch darum, was das Amt für die eigene Person bedeute. „Und was es mit uns als Familie macht“, sagt Wenzel.

„Grundsätzlich leistet die Verwaltung aber gute Arbeit“

Das Thema Familie hat bei dem Sozialdemokraten einen ganz hohen Stellenwert – das gelte für seine eigene, aber auch für die Familien in der Stadt. „Denen würde ich als Bürgermeister den Rücken stärken wollen.“ Zum Beispiel in puncto Kinderbetreuung. Seine Frau und er hatten wie viele andere Familien auch, Probleme einen Krippenplatz für die jüngste Tochter zu bekommen. „Meine Frau ist berufstätig. Wären meine Eltern nicht in der Nähe hätten wir ein großes Problem“, sagt er. Kinderbetreuung sei existenziell für eine Kommune. Krippe, Kindergarten, Hort, Ganztagsbetreuung – bei der Wohnortwahl achten Familien auf ein solches Angebot. „Dafür sind wir verantwortlich. Wir dürfen uns nicht wegducken.“

Wenzel hat auch die Themen Wirtschafts- und Tourismusförderung im Blick. „Wir müssen uns unbedingt entwickeln“, ist er überzeugt und ergänzt: „Dafür dürfen wir aber anderes nicht vernachlässigen.“ Die Bürger seien unzufrieden. Zum Beispiel über ungepflegte Grünflächen und marode Fußwege, „das muss man ernst nehmen.“

Es habe sich in der Vergangenheit bereits einiges in der Stadt getan, da müsse man dran bleiben. Am Projekt „Konsequent in die Zukunft“ zum Beispiel. Kritische Töne zur Arbeit der Stadtverwaltung hört man von Wenzel nicht. Sicherlich könnte das eine oder andere strukturell auf andere Beine gestellt werden. „Grundsätzlich leistet die Verwaltung aber gute Arbeit“, sagt er. Vom Stadtrat wünscht sich Wenzel mit Blick auf die Diskussionen um den neuen Marktplatz, dass der zu seinem Wort steht. „Es gibt dazu einen Ratsbeschluss“, erinnert er.

Michael Oßenkopp

  • 50 Jahre, geboren in Hannover
  • Familienstand: verheiratet, keine Kinder
  • Wohnort: Bad Salzdetfurth
  • Vereine: passives Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Bad Salzdetfurth
  • Hobbys: Spazierengehen mit dem Hund
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Frank Engelke

  • 49 Jahre, geboren in Groß Düngen
  • Familienstand: liiert, keine Kinder
  • Wohnort: Groß Düngen
  • Vereine: Musikverein in Hildesheim
  • Hobbys: sein großer Nutzgarten, aktiver Hornist, Segeln am Steinhuder Meer
  • Homepage: www.frankengelke.de
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Manfred Abmeier

  • 58 Jahre, geboren in Bültum
  • Familienstand: drei Kinder (darunter eine Tochter, die bereits verstorben ist)
  • Wohnort:Bad Salzdetfurth
  • Hobbys: Hund „Cooper“, handwerkliches Arbeiten und Technik, zum Beispiel an Haus und Auto, Natur
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Thomas Seidler

  • 60 Jahre, geboren in Hildesheim
  • Familienstand: verheiratet, keine Kinder
  • Wohnort: Bad Salzdetfurth
  • Vereine: KVV, Geschichtsverein Bad Salzdetfurth, Hildesheimer Altstadtgilde, Architektenkammer
  • Hobbys: Kochen, Fremdsprachen
  • Homepage: www.fdp-badsalzdetfurth.de
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Mathias Mörke

  • 53 Jahre, geboren in Hildesheim 
  • Familienstand: verheiratet, drei Kinder
  • Wohnort: Östrum
  • Vereine: FFW Bodenburg, MGV Bodenburg, Freies Bad Bodenburg, Kunstverein Bodenburg
  • Hobbys: Engagement bei der Feuerwehr
  • Homepage: www.mathias-moerke.de
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Christian Wenzel

  • 39 Jahre, geboren in Detfurth
  • Familienstand: verheiratet, 2 Kinder
  • Wohnort:Detfurth
  • Vereine: Herrenschaft Bad Salzdetfurth, KVV, FFW Wesseln-Detfurth, Gewerkschaft der Polizei
  • Hobbys: Freizeitsport, Motorrad fahren
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Björn Gryschka

  • 46 Jahre, aufgewachsen in Söhlde
  • Familienstand: verheiratet, drei Kinder
  • Wohnort: Östrum
  • Vereine: ehrenamtlicher Landesvorsitzender beim Fahrgastverband Pro Bahn Niedersachsen; Freies Bad Bodenburg; MTV Bodenburg; Förderverein Freiwillige Feuerwehr Bodenburgngagement bei Pro Bahn, Modellbahn mit seinem Sohn
  • Hobbys: Engagement bei Pro Bahn, Modellbahn mit seinem Sohn
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Manfred Abmeier

Verwaltung und Politik müssen Bürger ernst nehmen

Wenn Manfred Abmeier zu einer politischen Sitzung in Bad Salzdetfurth kommt, geht ein Raunen durch den Saal. Meldet er sich in der Bürgerfragestunde zu Wort, wird die Unruhe noch größer. Man weiß: Jetzt wird es kritisch und vielleicht auch laut. Und unangenehm: Eine der zentralen Aussagen im Wahlprogramm des 58-Jährigen ist die Feststellung, er habe den amtierenden Verwaltungschef, den Ersten Stadtrat Thomas Kasten, der Lüge überführt.
Der Gottseibeiuns der Bad Salzdetfurther Kommunalpolitik sitzt am Holztisch der Küche seines schmucken Fachwerkhauses in der Oberstraße und rührt in seiner Kaffeetasse. „Aufbrausend?“, fragt er. „Gut, ich bin manchmal aufbrausend, aber dafür gibt es dann auch einen triftigen Grund.“ Später wird er sagen, „aufbrausend“ sei nicht der richtige Begriff. „Ich werde sicher manchmal schärfer im Ton, mehr aber nicht.“

Sieben Männer wollen am 16. Dezember Bürgermeister von Bad Salzdetfurth werden. Eine breite Palette an Typen. Doch Abmeier sticht heraus. Durch die Schärfe seiner Kritik an Rat und Verwaltung. Durch die Dimension seiner Lösungsvorschläge – eine Umgehungsstraße von Bad Salzdetfurth nach Egenstedt soll den Kurpark, Detfurth, Wesseln und Groß Düngen entlasten, eine großer See bei Wehrstedt die Lamme bändigen. Und durch seine mitunter gewagten Vergleiche: Früher führte er nach eigenen Angaben als Obermonteur auf Bahn-Baustellen bis zu 40 Mitarbeiter beim Errichten von Stromanlagen für die Züge – und betont, die Arbeit sei so gefährlich, dass pro 1000 Mitarbeiter mehr Menschen ums Leben gekommen seien als bei den Auslands-Einsätzen der Bundeswehr.

Ein stolzer Mann

Manfred Abmeier, das ist sicher, ist ein stolzer Mann. Stolz auf seinen Beruf, den er nicht mehr ausüben kann, seit er 2003 nach einem Motorrad-Unfall seinen rechten Arm verlor. Stolz auf besagtes Motorrad, stolz auf das Haus, „das ich fast komplett allein saniert habe“, stolz auf einen Sohn, der bei VW beruflich sehr erfolgreich ist. Stolz darauf, „im Leben viel Verantwortung getragen und immer wieder Neues gelernt zu haben“.

So einer lässt sich ungern abwimmeln. Und reagiert aufbrausend – oder zumindest „in scharfem Ton“ – wenn er sich nicht ernst genommen fühlt. Und so ging es Abmeier nach dem großen Hochwasser 2017, das auch sein Haus traf. Und das dazu führte, dass der bis dahin politisch eher am Rande Interessierte begann, sich mit der Politik vor Ort zu beschäftigen. Und sich alsbald aufzuregen. Vor allem darüber, dass aus seiner Sicht Vertreter von Rat und Verwaltung seine Fragen – zu fehlenden Genehmigungen für Mountainbike-Rennen oder eben zum Hochwasserschutz – nicht oder nicht ausreichend beantworteten. „So von oben herab kann man mit uns Bürgern nicht umgehen“, schimpft er. Und zog die Konsequenz: Er kandidiert selbst. Die nötigen Unterstützer-Unterschriften zu sammeln, sei kein Problem gewesen: „Viele sind hier unzufrieden. Das Vorgehen von SPD, CDU und Grünen bei der Kandidatensuche hat dieses Gefühl noch verstärkt.“

Transparenz steht folgerichtig ganz oben auf seiner Agenda: Pro Monat vier Stunden Bürgersprechzeit und der Aushang von Anträgen und Genehmigungen im Schaukasten sind für ihn wichtige Elemente seiner Wahlwerbung.
Abmeier spricht ohnehin schon laut. Die Stimme eines Mannes, der lange auf Freiluft-Baustellen das Sagen hatte, dröhnt durch die Küche. Wenn er sich ärgert, wird er noch lauter, das Gesicht läuft ein wenig rot an, die Augen fixieren das Gegenüber. „Können Sie verstehen, dass manche Menschen sich von Ihnen bedroht fühlen, Herr Abmeier?“ Die Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen: „Das verbitte ich mir. Ich bedrohe doch keinen. Ich will niemanden bedrohen. Aber ich sage eben deutlich meine Meinung. Da kommt nicht jeder mit klar, aber das ist nicht mein Problem.“

Einen Großteil des Rates gegen sich

Ein Problem könnte allerdings sein, dass ein Bürgermeister Abmeier wohl einen Großteil des Rates gegen sich hätte. Wie käme der Kandidat, der sich als Freund eigenständiger, schneller Entscheidungen beschreibt, damit zurecht, regelmäßig überstimmt zu werden? „Ich bin Demokrat. Entscheidungen des Rates würde ich gewissenhaft umsetzen, auch wenn ich selbst anderer Meinung bin.“ Er wisse schon, dass er „in der Sache überzeugen und Verbündete suchen“ müsse.

Würde er tatsächlich gewählt, würden ihn allerdings schon in der Stadtverwaltung nicht gerade Verbündete erwarten. Wie muss man sich die Zusammenarbeit vorstellen mit einem Vize-Verwaltungschef Thomas Kasten, den er ja öffentlich der Lüge bezichtigt? Es ist die einzige Frage, bei der Abmeier länger überlegt. Dann: „Herr Kasten ist ein sehr kompetenter Mann, der viel für die Stadt geleistet hat. Sonst wäre er nicht so lange auf seinem Posten.“
Auf so eine Antwort muss man bei der Vorgeschichte erst einmal kommen. Wirklich: Abmeier sticht heraus.

Michael Oßenkopp

  • 50 Jahre, geboren in Hannover
  • Familienstand: verheiratet, keine Kinder
  • Wohnort: Bad Salzdetfurth
  • Vereine: passives Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Bad Salzdetfurth
  • Hobbys: Spazierengehen mit dem Hund
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Frank Engelke

  • 49 Jahre, geboren in Groß Düngen
  • Familienstand: liiert, keine Kinder
  • Wohnort: Groß Düngen
  • Vereine: Musikverein in Hildesheim
  • Hobbys: sein großer Nutzgarten, aktiver Hornist, Segeln am Steinhuder Meer
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Manfred Abmeier

  • 58 Jahre, geboren in Bültum
  • Familienstand: drei Kinder (darunter eine Tochter, die bereits verstorben ist)
  • Wohnort:Bad Salzdetfurth
  • Hobbys: Hund „Cooper“, handwerkliches Arbeiten und Technik, zum Beispiel an Haus und Auto, Natur
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Thomas Seidler

  • 60 Jahre, geboren in Hildesheim
  • Familienstand: verheiratet, keine Kinder
  • Wohnort: Bad Salzdetfurth
  • Vereine: KVV, Geschichtsverein Bad Salzdetfurth, Hildesheimer Altstadtgilde, Architektenkammer
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Mathias Mörke

  • 53 Jahre, geboren in Hildesheim 
  • Familienstand: verheiratet, drei Kinder
  • Wohnort: Östrum
  • Vereine: FFW Bodenburg, MGV Bodenburg, Freies Bad Bodenburg, Kunstverein Bodenburg
  • Hobbys: Engagement bei der Feuerwehr
  • Homepage: www.mathias-moerke.de
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Christian Wenzel

  • 39 Jahre, geboren in Detfurth
  • Familienstand: verheiratet, 2 Kinder
  • Wohnort:Detfurth
  • Vereine: Herrenschaft Bad Salzdetfurth, KVV, FFW Wesseln-Detfurth, Gewerkschaft der Polizei
  • Hobbys: Freizeitsport, Motorrad fahren
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Björn Gryschka

  • 46 Jahre, aufgewachsen in Söhlde
  • Familienstand: verheiratet, drei Kinder
  • Wohnort: Östrum
  • Vereine: ehrenamtlicher Landesvorsitzender beim Fahrgastverband Pro Bahn Niedersachsen; Freies Bad Bodenburg; MTV Bodenburg; Förderverein Freiwillige Feuerwehr Bodenburgngagement bei Pro Bahn, Modellbahn mit seinem Sohn
  • Hobbys: Engagement bei Pro Bahn, Modellbahn mit seinem Sohn
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