Hände hoch!

 

Die Hand ist ein ausdrucksstarker Teil des Menschen. Sie spricht durch ihre Gesten, ihre Linien, die Spuren, die das Leben auf ihr hinterlässt. Berufe zeigen sich in den Händen der Berufenen: hier die feinen Finger des Künstlers, dort der zupackende Handwerker.

Die HAZ blickt den Hildesheimern auf ihre Hände.

Hier wächst nach und nach die neue Sommerserie.

 

 

 

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Hildesheimer Hände: Die Porträts

 Das ist Benedikt Hertel:

 

Zur Person:

 

Beruf: Schüler

Alter: 9 Jahre

Handlänge (Handgelenk bis Spitze längster Finger): 17 cm

Hand-Spannweite (gespreizte Hand von Daumenspitze bis Spitze kleiner Finger): 18 cm

Körpergröße: 1,49 Meter

 

 

 

 

Das Klavier hat mich angezogen – irgendwie so magisch.


 

 

 

 

Benedikt Hertel spielt am Klavier fast immer auswendig. Das klingt zum Beispiel so:


 Das ist Lars Venzke:

 

Zur Person:

 

Beruf: Koch

Alter: 28 Jahre

Handlänge (Handgelenk bis Spitze längster Finger): 18 cm

Hand-Spannweite (gespreizte Hand von Daumenspitze bis Spitze kleiner Finger): 19,5 cm

Körpergröße: 1,77 Meter

 

 

 

 Meine Hände sind mein Kapital.

 

 


 

 

 

 

 

Der Koch verrät ein Geheimrezept:

 


  Das ist Mark Senß:

 

 

Zur Person:

 

Beruf: Piercer

Alter: 43 Jahre

Handlänge (Handgelenk bis Spitze längster Finger): 19,4 cm

Hand-Spannweite (gespreizte Hand von Daumenspitze bis Spitze kleiner Finger): 19 cm

Körpergröße: 1,80 Meter

 

 

Auf Omas Geburtstag habe ich immer lange Hemden angezogen.


 

 

 

 

So klingt es, wenn der Piercer seine Kunden beruhigt:


  Das ist Robin John:

 

Zur Person:

 

Beruf: Handballer sowie Sport- und Wirtschaftsstudent

Alter: 25 Jahre

Handlänge (Handgelenk bis Spitze längster Finger): 19 cm

Hand-Spannweite (gespreizte Hand von Daumenspitze bis Spitze kleiner Finger): 21 cm

Körpergröße: 1,90 Meter

 

 Die Hand ist das Werkzeug, das die Spielzüge, die im Kopf entstehen, umsetzen muss.


 

 

 

Wie viele Tore werfen diese Hände in der kommenden Saison? Dazu äußert sich Robin John selber:


 Das ist Matthias Zehetner:

 

Zur Person:

 

Beruf: Kfz-Mechatroniker

Alter: 24 Jahre

Handlänge (Handgelenk bis Spitze längster Finger): 18 cm

Hand-Spannweite (gespreizte Hand von Daumenspitze bis Spitze kleiner Finger): 21 cm

Körpergröße: 1,75 Meter

 

Zwei linke Hände? Das ginge bei meinem Job gar nicht.

 


 

 

 

Warum sollte jemand Automechaniker werden? Das erklärt Matthias Zehetner:


Das ist Gisela Bartsch:

 

Zur Person:

 

Beruf: Hausfrau, Mutter und Lektorin in der evangelischen Kirchengemeinde in Algermissen

Alter: 71 Jahre

Handlänge (Handgelenk bis Spitze längster Finger): 16 cm

Hand-Spannweite (gespreizte Hand von Daumenspitze bis Spitze kleiner Finger): 21 cm

Körpergröße: 1,56 Meter

 

Meine Hände beten ganz viel. Für viele Menschen. Das hat mir meine Uroma beigebracht.


 

 

 

Gisela Bartsch ist eine begnadete Köchin. Hier schwärmt sie von einem neuen Rezept:


  Das ist Heinrich Leinemann:

 

Zur Person:

 

Beruf:  Landwirt

Alter: 60 Jahre

Handlänge (Handgelenk bis Spitze längster Finger): 20 cm

Hand-Spannweite (gespreizte Hand von Daumenspitze bis Spitze kleiner Finger): 24 cm

Körpergröße: 1,89 Meter

Das ist nicht nur ein Händchen, da ist was dran.


 

 

 

 

Heinrich Leinemann ruft Rehkitz Fienchen. So klingt die Stimme des Landwirts:


 Das ist Otto Almstadt:

 

 

Zur Person:

 

Beruf: Bildhauer

Alter: 77 Jahre

Handlänge (Handgelenk bis Spitze längster Finger): 21 cm

Hand-Spannweite (gespreizte Hand von Daumenspitze bis Spitze kleiner Finger): 24 cm

Körpergröße: 1,89 Meter


 

 

 

Diese Stimme steckt hinter den Händen des Bildhauers:

 


Das ist Peter Schmitz:

 

Zur Person:

 

Beruf: Metallgestalter und Firmen-Chef

Alter: 57 Jahre

Handlänge (Handgelenk bis Spitze längster Finger): 20 cm

Hand-Spannweite (gespreizte Hand von Daumenspitze bis Spitze kleiner Finger): 20 cm

Körpergröße: 1,72 Meter

Meine Sprache ist Eisen – man muss etwas haben, um damit formulieren zu können.

 

 

 


 

 

So klingt die Zusammenarbeit von Händen, Metall und Feuer:


  Das ist Karsten König:

 

 

Zur Person:

 

Beruf: Schuhmacher

Alter: 53 Jahre

Handlänge (Handgelenk bis Spitze längster Finger): 19 cm

Hand-Spannweite (gespreizte Hand von Daumenspitze bis Spitze kleiner Finger): 21 cm

 

Wenn du wenig Geld für schlechte Schuhe bezahlst, dann hast du viel Geld bezahlt. Lohnt sich nicht. Ist dummes Zeug, ist genau wie mit der Werbung.

 

 


 

 

 

 

Wenn man den Laden von Karsten König betritt, klingt das so:


 Das ist Martina Wesemeyer:

 

 

Zur Person:

 

Beruf: Erzieherin mit Fortbildung als Fachkraft für Kommunikationspädagogik

Alter: 50 Jahre

Handlänge (Handgelenk bis Spitze längster Finger): 18,5 cm

Hand-Spannweite (gespreizte Hand von Daumenspitze bis Spitze kleiner Finger): 22 cm

 

 

 

 

 

 

 

Richtige Gebärdendolmetscher kann ich nur bewundern.

 


 

 

 

Martina Wesemeyer macht sich zur Not auch mit ihren Händen verständlich. Ihre Stimme klingt so:


  Das ist Michael Schmid:

Zur Person:

 

Beruf: Friseurmeister

Alter: 60 Jahre

Handlänge (Handgelenk bis Spitze längster Finger): 19,5 cm

Hand-Spannweite (gespreizte Hand von Daumenspitze bis Spitze kleiner Finger): 24 cm

Körpergröße: 1,80 Meter

 

 

 

 

 

 

Viele Kunden sind fast schon wie Freunde!


 

 

Der Friseur spricht gerne mit seinen Kunden. So klingt seine Stimme:


 Das ist Tanja Seidel:

 

Zur Person:

 

Beruf: Pflegekraft und Nageldesignerin

Alter: 47 Jahre

Handlänge (Handgelenk bis Spitze längster Finger): 17 cm

Hand-Spannweite (gespreizte Hand von Daumenspitze bis Spitze kleiner Finger): 20 cm

Körpergröße: 1,58 Meter

 

 

 

 

 

Es ist toll, was man in einer Stunde aus einer Hand machen kann



Das ist Cornelia Scheffler-Quink:

 

 

Zur Person:

 

Beruf: Prokuristin

Alter: 60 Jahre

Handlänge (Handgelenk bis Spitze längster Finger): 21 cm

Hand-Spannweite (gespreizte Hand von Daumenspitze bis Spitze kleiner Finger): 19,5 cm

 

 

 

 


 

 

 

 

Cornelia Scheffler-Quink praktiziert Jin Shin Jyutsu. Diese Stimme verbirgt sich hinter ihren Händen:


Das ist Enrico de Ruiter:

Zur Person:

 

Beruf: Physiotherapeut

Alter: 51 Jahre

Körpergröße: 1,81 m

Handlänge (Handgelenk bis Spitze längster Finger): 18,6 cm

Hand-Spannweite (gespreizte Hand von Daumenspitze bis Spitze kleiner Finger): 21,5 cm

 

 

 

Die Hände sind das Werkzeug des Therapeuten.


 

 

 

Welche Stimme verbirgt sich hinter den Händen des Physiotherapeuten. Hören Sie selbst:


Das ist Michael Gue:

Zur Person:

 

Beruf: Standesamtschef

Alter: 54 Jahre

Handlänge (Handgelenk bis Spitze längster Finger): 18 cm

Hand-Spannweite (gespreizte Hand von Daumenspitze bis Spitze kleiner Finger): 24 cm

 

 

 

Im Sport gehe ich Risiken ein. Aber sonst bin ich ganz anders.


 

 

 

 

Diese Stimme verbirgt sich hinter den Händen:


 Das ist Matthias Otto: 

 Zur Person:

 

Beruf: Maschinenbauingenieur und Chef der Feinmechanikerfirma Otto Otto

Alter: 52 Jahre

Körpergröße: 1,94 m

Handlänge (Handgelenk bis Spitze längster Finger): 20 cm

Hand-Spannweite (gespreizte Hand von Daumenspitze bis Spitze kleiner Finger): 24 cm

 Das Wichtigste ist, Präzision auch fühlen zu können.

 

 


 

 

 

 

Ein Feinmechaniker bei der Arbeit. Das hört sich so an:


Das ist Prof. Dr. Bernd Rieck: 

 

Zur Person:

 

Beruf: Chefarzt der Klinik für Plastische, Ästhetische und Handchirurgie am Helios Klinikum Hildesheim

Alter: 59 Jahre

Körpergröße: 1,83 m

Handlänge (Handgelenk bis Spitze längster Finger): 20 cm

Hand-Spannweite (gespreizte Hand von Daumenspitze bis Spitze kleiner Finger): 23 cm

 

Die Hände sind die Verbindung zur Seele.


 

 

 

Welche Stimme steckt hinter diesen Händen? Das hören Sie hier:

Neun Dinge, die Sie (nicht) über Hände wissen müssen

Sultan Kösen aus der Türkei hat die größten Hände der Welt: 28,5 cm messen sie von dem Handgelenk bis zur Spitze des Mittelfingers. Auch die Spannbreite zwischen der Spitze des kleinen Fingers und der Spitze des Daumens ist bei keinem anderen Menschen so breit: Mit 30,48 cm trägt Kösen den Rekord.

Die Hände sind fast die ganze Zeit im Einsatz: Sie ziehen, heben, streicheln, schlagen, winken, schnipsen … Vor allem die Finger halten dabei niemals still. 25 000 000 Mal beugt und streckt ein Mensch im Laufe seines Lebens im Durchschnitt seine Finger.

Barack Obama ist Linkshänder. Doch damit ist er längst nicht der einzige ehemalige Präsident der USA, der mit der linken Hand unterschrieben hat. Unter den sechs Präsidenten nach 1981 waren allein vier Linkshänder: Ronald Reagan (1981-1989), George Bush (1989-1993) und Bill Clinton (1991-2001) nutzten dieselbe Hand wie Obama.

30 Jahre lang hat sie sich ihre Fingernägel nicht geschnitten. Was mancher wohl recht eklig finden wird, brachte Lee Redmond einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde. Denn sie hatte die längsten Fingernägel der Welt. 8,65 Meter maßen ihre Fingernägel insgesamt bis in das Jahr 2009 hinein. Der längste Nagel war 90cm lang. Dann verlor sie die Nägel bei einem Autounfall. Ihren Rekord konnte jedoch bis jetzt keiner brechen. Das tröstet sie vielleicht darüber hinweg, dass sie im Moment nicht mehr die längsten Fingernägel der Welt hat.

Wenn sie über sich selber sprechen, zeigen die Menschen in Deutschland häufig mit dem Zeigefinger auf die eigene Brust. Handgesten können leicht falsch verstanden werden. Denn in verschiedenen Ländern werden auch unterschiedliche Gesten genutzt. Amerikaner legen beispielsweise, um über sich selber zu reden, ihre rechte Hand flach auf die Brust. Japaner haben eine ganz andere Methode: Sie strecken den Zeige- oder Mittelfinger aus und zeigen damit auf ihre Nase. Da sind Missverständnisse vorprogrammiert: Wenn ein Italiener gegen seine Nase klopft, meint er nämlich häufig: „Das kommt mir verdächtig vor.“

Im Film „Tree of Life“ staunten einige Zuschauer nicht schlecht: In einer Szene spielt Brad Pitt gekonnt die Orgel. Was die meisten nicht wissen: In der Szene haut nicht Brad Pitt sondern ein Handdouble in die Tasten. „Wir mussten einen professionellen Orgelspieler organisieren, dessen Hände so ähnlich aussahen wie meine“, erzählte der Schauspieler damals in einem Interview mit CNN. „Dann haben wir in meine Jacke hinten ein Loch geschnitten, der Typ hat seine Hände dadurch gesteckt und ich habe nur meinen Körper bewegt. Das sah von vorne so aus, als würde ich spielen.“

Den Satz „Dafür lege ich meine Hand ins Feuer“ hört man recht oft. Das Sprichwort bedeutet, dass jemand sich einer Sache ganz sicher ist. Doch ihre Hände legen die Sprecher heute deshalb noch lange nicht ins Feuer. Das war früher anders: Im Mittelalter war es üblich, dass Menschen ihre Hände in die Flammen legten. In den sogenannten Feuerurteilen mussten sie ihre Unschuld unter Beweis stellen. Die Menschen gingen davon aus, dass die Finger eines Unschuldigen nicht verbrennen würden.

Knackende Finger lassen so manchem einen eiskalten Schauer über den Rücken laufen. „Lass das lieber. Sonst kugeln die Gelenke aus“, heißt es dann oft. Doch stimmt das? Die meisten Wissenschaftler sind sich einig, dass  Fingerknacker ihrer Hand keinen Schaden zufügen – eher dem Zuhörer, der das üble Geräusch ertragen muss. Die Gelenke knacken übrigens, wenn man sie  auseinanderzieht. Doch das funktioniert nicht bei jedem.

Händewaschen ist nicht bei allen Menschen beliebt: Frauen waschen sich nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung „signifikant häufiger“ die Hände als Männer. Das zeige auch eine Studie der London School of Hygiene & Tropical Medicine unter Besuchern von Raststättentoiletten. Nicht mal jeder dritte Mann wusch sich die Hände mit Seife und Wasser, dafür aber 64 Prozent der Frauen.

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Fotos: dpa, Chris Gossman, Julia Moras, Clemens Heidrich, Werner Kaiser

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