Die bunten Seiten der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung – voller Emotion, Meinung und Liebe fürs Detail. Hier finden Sie eine wechselnde Auswahl an Fotos, Videos und Texten aus den Bereichen Landleben, Fotografie, Früher & heute, Essen & Trinken und noch viel mehr.

In besonderem Licht

Fotowettbewerb der HAZ im Dezember

 

 

 

 

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 Alle Bilder des aktuellen Wettbewerbs:

galerie.hildesheimer-allgemeine.de

 

Teilgenommen werden kann noch bis zum  31. Dezember 2015.

Einfach in den HAZ-Fotowelten registrieren und bis zu fünf Fotos selber hochladen oder max. drei Fotos an postkasten@hildesheimer-allgemeine.de schicken.


Pochierte Hähnchenbrust

mit Limettenblättern

 

Zutaten

4 Hähnchenbrustfilets (à ca. 175 g), mit Haut
1 EL Olivenöl
1 großes Stück frischer Meerrettich
6 Kaffir-Limettenblätter (gibt es im Asia-Laden)
1,2 l Geflügelfond
300 g Kartoffeln, geschält und in 1 cm große Würfel geschnitten
400 g Spitzkohl oder junger Weißkohl, in feine Streifen geschnitten
Meersalz
1 kleine Handvoll Korianderblätter, grob gehackt

Eins

Die Hähnchenbrustfilets in einem großen Topf mit lauwarmem Wasserbedecken. Bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten sanft pochieren. Die Filets ausdem Wasser nehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Wenn sieetwas abgekühlt sind, die Haut entfernen und aufbewahren. Die Filets mitFrischhaltefolie abgedeckt beiseite stellen. Das Pochierwasser weggießen.

Zwei

Den Backofen auf 190 °C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapierauslegen. Die Hähnchenhaut mit der Fleischseite nach unten darauflegen und mit Öl bestreichen. Mit einer zweiten Lage Backpapier belegen und einem kleineren Backblech beschweren, damit sich die Haut nicht wölbt und gleichmäßig bräunt. Die Haut 10 bis 12 Minuten goldbraun und fast knusprig backen, bei Bedarf weitere 5 Minuten im Ofen lassen. Zwischen den Blechen abkühlen lassen – so wird sie kross.

Drei

In der Zwischenzeit für die Bouillon Meerrettich, Limettenblätter und Geflügelfond in einem Topf bei starker Hitze fast aufkochen. Bei mittlerer Hitze 10 bis 12 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit auf zwei Drittel reduziert ist, dabei entstehenden Schaum abschöpfen.

Vier

Die pochierten Filets und die Kartoffeln in der Bouillon 8 Minuten garen, dann den Kohl dazugeben und weitere 2 Minuten köcheln lassen, bis das Hähnchenfleisch vollständig gar und der Kohl noch etwas bissfest ist. Mit Salz abschmecken und mit Korianderblättern bestreuen.

Fünf

Fleisch, Limettenblätter und Meerrettich aus der Bouillon nehmen. Das Fleisch beiseite stellen, Meerrettich und Limettenblätter werden nicht mehr verwendet. Die Bouillon mit dem Gemüse in Suppentellern anrichten. Das Fleisch in Scheiben schneiden und darauflegen. Die knusprige Haut in Stückchen brechen und darüber streuen.


Einst christliche Kunst, heute Geld und Matratzen

Und noch einmal die Judenstraße, dieses Mal in südliche Richtung fotografiert. Der Bild-Künstler hat seinen Fotoapparat vor 95 Jahren dort aufgebaut, wo heute die Mitarbeiter der Sparkasse rechts zur Arbeit gehen. Auf der neuen Aufnahme ist der hintere Teil der Bank nur angeschnitten. Dafür kann man am Ende gut einen kleinen Teil des Pferdemarkts erkennen. Dahinter verläuft heute die Schuhstraße, die um 1920, als das linke Bild entstand, noch nicht vom Bohlweg zum Hindenburgplatz verlief.

Fotografisch gesehen ist die fast 100 Jahre alte Aufnahme links vielleicht eher Standard. Von der Blickrichtung kann man das nicht behaupten. Die meisten Menschen dürften eher nach Norden fotografiert haben – weil sich dort der Marktplatz befindet, der in Hildesheim meist in den Mittelpunkt gerückt wird.

Rechts auf der Schwarz-Weiß-Aufnahme rückt das Haus Judenstraße 22 in den Blickwinkel des Betrachters. „Es ist das Stammhaus der bekannten Traditionsfirma Gauen“, sagt Sven Abromeit, Vorsitzender des Hildesheimer Heimat- und Geschichtsvereins. Ein großes Schild an der Hauswand nennt einen frühen Chef des Hauses: Hermann Gauen. Ursprünglich als Buchbinderei 1779 gegründet, wurde dem Betrieb 1851 eine Schreibwarenhandlung mit religiösen Artikeln angegliedert, die sich dann zu einem Spezialgeschäft für christlich-religiöse Kunst wandelte. Ursula Meyer-Gauen, Ur-Ur-Urenkelin des Firmengründers Carl-Joseph Gauen, gab den Betrieb Ende 2013 auf. Zu dieser Zeit hatte der Laden schon 234 Jahre auf dem Buckel und konnte sich eines der ältesten Geschäfte der Stadt nennen.

Der Laden befand sich zu dieser Zeit nicht mehr in der Judenstraße, sondern an der Lilie. Hier hatten Gauens einen provisorischen Neuanfang nach dem Bombeninferno vom 22. März 1945 gewagt – und waren bis zur Geschäftsaufgabe 2013 in der Ecke der Stadt hängen geblieben, seit 1956 in der Marktstraße.

Ihren alten Fachwerk-Charme hat die alte Judenstraße zwar mit den Bomben des Zweiten Weltkriegs eingebüßt, dennoch ist sie ein beliebtes Gässchen für Touristen auf dem Weg zum Marktplatz geblieben. Und für Einkaufsbummler, die den Hintereingang von Kressmann nutzen, bei Betten-Burgdorf eine neue Matratze suchen oder zwischendurch im Internetcafe auf eine Pizza oder einen Becher Eis einkehren.

Von Christian Harborth

1920

2015

Die Judenstraße um 1920 in südliche Richtung aufgenommen. Rechts taucht das Werbeschild von Hermann Gauen auf. Foto: Verlagsarchiv Gebrüder Gerstenberg

 

Heute ist die Straße deutlich breiter. Hinten kann man einen Teil des Pferdemarkts erkennen. Dahinter verläuft heute die Schuhstraße. Foto: Gossmann

Die Serie „einst & heute“ hat sich innerhalb kürzester Zeit zum Renner entwickelt. Aus diesem Grund hat sich der Verlag Gebrüder Gerstenberg entschlossen, die immer freitags erscheinende Gegenüberstellung eines alten Bildes mit dem aktuellen Gegenschuss als Buch herauszubringen. „Vermutlich wird das Ergebnis Ende des Jahres vorliegen“, sagt Sven Abromeit. Demnächst als Buch


Christian Wolters

Christian Wolters

typisch!

Haben Sie schon eine Menstruationstasse?

Womit haben die Menschen ihre Zeit verbracht, bevor sie anfingen, rund um die Uhr vorm Computer zu hängen oder auf ihr Handy zu glotzen? Und was mich noch mehr interessiert: Wie haben Redakteure in jenen Zeiten ihren Arbeitstag rumgekriegt? Ich frage mich das an einem stinknormalen Montagnachmittag. Gerade will Leser C. via Facebook wissen, warum die Feuerwehr am Bahnhof vorbeigefahren ist (es lag an einem komischen Geruch an der Steuerwalder Straße, der sich bei Eintreffen der Retter schon in Luft aufgelöst hatte). Dann bietet uns Kollege N. per E-Mail einen Text über die Vorzüge der Menstruationstasse an, deren unaufhaltbarer Siegeszug längst den heimischen Tampon- und Bindenfabrikanten Angstschweiß auf die Stirn treibt (Details tun hier nichts zur Sache). Und schließlich erfahren wir über Twitter vom Angebot des Herrn G., der in Hildesheim Damen für erotische Treffen sucht. Wie ernst ihm die Sache ist, untermauert er mit einem Foto (darauf eine Körperregion, die Herr G. besser für sich behalten hätte). All das, liebe Leser, sind Informationen, die wohl in jenen längst vergangenen, analogen Zeiten an Ihnen und mir vorbeigegangen wären. Ich kann mir höchstens noch vorstellen, dass wir den seltsamen Mief aus der Nordstadt per Zufall erschnüffelt hätten. Aber der olle G. unten ohne im Redaktionssekretariat? Unvorstellbar. Als Ausdruck meiner Kritik am Digitalzeitalter werde ich deshalb nunmehr ohne Handy ein paar Schritte durch die Stadt gehen. Vielleicht stoße ich sogar auf jemanden, der mit mir REDET, wie früher. Aber komplett bekleidet, bitte.


Die sieben schönsten deutschen

Weihnachtslieder

der Hildesheimer

(laut Abstimmung „Weihnachtspanorama“)

1 stille nacht

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Alles schläft, einsam wacht
nur das traute hoch heilige Paar.
„Holder Knabe im lockigen Haar,
schlaf in himmlischer Ruh‘,
schlaf in himmlischer Ruh‘!“

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Gottes Sohn, o wie lacht
lieb‘ aus deinem göttlichen Mund,
da uns schlägt die rettende Stund‘:
Jesus in deiner Geburt.
Jesus in deiner Geburt.

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Die der Welt Heil gebracht,
aus des Himmels goldenen Höh’n
uns der Gnade Fülle läßt sehn:
Jesum in Menschengestalt.
Jesum in Menschengestalt.

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Wo sich heut‘ alle Macht
väterlicher Liebe ergoß,
und als Bruder huldvoll umschloß
Jesus die Völker der Welt.
Jesus die Völker der Welt.

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Lange schon uns bedacht,
als der Herr, vom Grimme befreit,
in der Väter urgrauer Zeit
aller Welt Schonung verhieß,
aller Welt Schonung verhieß.

Stille Nacht, heilige Nacht,
Hirten erst kundgemacht!
durch der Engel Halleluja
tönt es laut von Ferne und Nah:
Jesus, der Retter ist da!
Jesus, der Retter ist da!

2 Froehliche

O du fröhliche, O du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Welt ging verloren, Christ ward geboren:
Freue, freue dich, O Christenheit!

O du fröhliche, O du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Christ ist erschienen, uns zu versühnen:
Freue, freue dich, O Christenheit!

O du fröhliche, O du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Himmlische Heere jauchzen dir Ehre:
Freue, freue dich, O Christenheit!

3 Schnee

Leise rieselt der Schnee,
still und starr ruht der See
weihnachtlich glänzet der Wald:
Freue dich, Christkind kommt bald!

In den Herzen ist’s warm,
still schweigt Kummer und Harm,
Sorge des Lebens verhallt:
Freue dich, Christkind kommt bald!

Bald ist heilige Nacht,
Chor der Engel erwacht,
hört nur, wie lieblich es schallt:
Freue dich, Christkind kommt bald!

4 Ros

Es ist ein Ros‘ entsprungen
aus einer Wurzel zart,
wie uns die Alten sungen,
von Jesse kam die Art
und hat ein Blümlein ‚bracht
mitten im kalten Winter,
wohl zu der halben Nacht.

Das Röslein, das ich meine,
davon Jesaja sagt,
hat uns gebracht alleine
Marie, die reine Magd;
aus Gottes ew’gem Rat
hat sie ein Kind geboren
wohl zu der halben Nacht.

Das Blümelein so kleine,
das duftet uns so süß;
mit seinem hellen Scheine
vertreibt’s die Finsternis.
Wahr‘ Mensch und wahrer Gott,
hilft uns aus allem Leide,
rettet von Sünd und Tod.

Wir bitten dich von Herzen,
du edle Königin,
durch deines Sohnes Schmerzen,
wann wir fahren dahin
aus diesem Jammertal:
Du wolltest uns begleiten
bis an der Engel Saal!

So singen wir all’ Amen,
das heißt: Nun wird’ es wahr,
das wir begehr’n allzusammen:
O Jesu, hilf uns dar
in deines Vaters Reich!
Darin woll’n wir dich loben:
O Gott, uns das verleih!

5 Glocken

Süßer die Glocken nie klingen
als zu der Weihnachtszeit:
S’ist als ob Engelein singen
wieder von Frieden und Freud‘.
Wie sie gesungen in seliger Nacht.
Glocken mit heiligem Klang,
klinget die Erde entlang!

Oh, wenn die Glocken erklingen,
schnell sie das Christkindlein hört;
tut sich vom Himmel dann schwingen
eilig hernieder zur Erd‘.
Segnet den Vater, die Mutter, das Kind.
Glocken mit heiligem Klang,
klinget die Erde entlang!

Klinget mit lieblichem Schalle
über die Meere noch weit,
daß sich erfreuen doch alle
seliger Weihnachtszeit.
Alle aufjauchzen mit herrlichem Sang.
Glocken mit heiligem Klang,
klinget die Erde entlang!

6 Am Weihnachtsbaume

Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen,
wie glänzt er festlich, lieb und mild,
als spräch‘ er: „Wollt in mir erkennen
getreuer Hoffnung stilles Bild!“

Die Kinder stehn mit hellen Blicken,
das Auge lacht, es lacht das Herz,
o fröhlich seliges Entzücken!
Die Alten schauen himmelwärts.

Zwei Engel sind hereingetreten,
kein Auge hat sie kommen seh’n,
sie gehn zum Weihnachtstisch und beten,
und wenden wieder sich und geh’n.

„Gesegnet seid, ihr alten Leute,
gesegnet sei, du kleine Schar!
Wir bringen Gottes Segen heute
dem braunen wie dem weißen Haar.

Zu guten Menschen, die sich lieben,
schickt uns der Herr als Boten aus,
und seid ihr treu und fromm geblieben,
wir treten wieder in dies Haus.“

Kein Ohr hat ihren Spruch vernommen,
unsichtbar jedes Menschen Blick
sind sie gegangen wie gekommen,
doch Gottes Segen blieb zurück.

7

Kommet, ihr Hirten, ihr Männer und Fraun,
kommet, das liebliche Kindlein zu schaun,
Christus, der Herr, ist heute geboren,
den Gott zum Heiland euch hat erkoren.
Fürchtet euch nicht.

Lasset uns sehen in Bethlehems Stall,
was uns verheißen der himmlische Schall!
Was wir dort finden, lasset uns künden,
lasset uns preisen in frommen Weisen.
Halleluja.

Wahrlich, die Engel verkündigen heut’
Bethlehems Hirtenvolk gar große Freud’.
Nun soll es werden Friede auf Erden,
den Menschen allen ein Wohlgefallen.
Ehre sei Gott.


Der Schmuck macht den Baum

Kugeln, Lametta, Ornamente, basteleien: Jede Familie hat ihren eigenen Geschmack

Von Valea schweiger, Fotos: dpa

Ja, das geht auch: Manchmal ist es zu viel des Guten. Da weiß man gar nicht, wo man als Erstes hinblicken soll.

Für viele Menschen gehört es zum schönsten Kapitel in Thomas Manns „Buddenbrooks“: Die 20 Seiten, auf denen sich alles ums Weihnachtsfest der Lübecker Kaufmannsfamilie dreht. Selten wurde das Fest der Feste detailreicher beschrieben. Das geschmückte Haus, die Leckereien, die Aufgeregtheit des kleinen Hanno – und natürlich der Baum.

Eine prächtige Tanne, auf deren Spitze ein Engel thront, zu deren Füßen eine Krippe aufgebaut ist und die an den Ästen mit weißen Lilien geschmückt ist.

Weihnachten bei den Buddenbrooks, das ist ein Traum. Wenn auch der Schmuck etwas Besonderes ist: Lilien. Lilien? Egal ob echt oder aus Kunstfaser – Lilien hängen wohl heutzutage eher selten am Tannenbaum. Dabei dreht sich doch, je weiter es auf Heiligabend zugeht, vieles um den Schmuck. Das beginnt schon mit dem Gang in den Keller (oder auf den Boden), um die Kiste mit dem Christbaumschmuck zu holen. Ach, die Vorfreude. Es gibt ja viele Dinge, deren Existenz man in zwölf Monaten schnell mal vergisst. Und wenn man sich dann erinnert – umso besser. Hier die alten Kugeln von Oma, dort die Ornamente von Tante Matilda und die alte Krippe der Urgroßeltern. Oder die kleinen Holzfiguren aus dem Erzgebirge, die, komme was wolle, an die Tanne müssen. Nicht zu vergessen: Die Kindergarten-Bastelei des Nachwuchses, die zwar eher an eine Fratze denn an den Weihnachtsmann erinnert, aber sei es drum.

Der richtige Christbaumschmuck, das ist in vielen Familien eine wichtige und eine individuelle Angelegenheit. Und die Klassiker – rote Kugeln, Strohsterne, rote Kerzen – hin oder her: Auch der Baumschmuck hat sich mit der Zeit verändert. Ganz früher baumelten Äpfel und Süßigkeiten an den Tannenzweigen, heute sind Glaskugeln in blau, lila oder pink keine Seltenheit mehr. Und dann natürlich Lametta. Wohin ist das eigentlich verschwunden? Es ist noch gar nicht so lange her, da mussten sich die Kugeln den Zweig mit silbernen und goldenen Streifen teilen. Die übrigens nicht jedes Jahr neu gekauft wurden, sondern nach dem Fest glatt gestrichen und in Pergamentpapier eingerollt in oben genannter Kiste verstaut wurden. Und wenn es drauf ankam, wurde es vor dem Verpacken auch schnell noch mal gebügelt.

Auch Porzellan-Ornamente schafften es früher eher mal an den Baum. Ilse Fricke von den Wohldenberger Landfrauen weiß das, sie hat nämlich schon viele bemalt. Kugeln und Teller hat sie zum Beispiel verziert.

Ein Motiv, das die Menschen gern gesehen haben? „Ilex mit den roten Beeren, das ist das Typische“, sagt die 73-Jährige. Heutzutage malt sie noch vieles, aber nichts Weihnachtliches mehr: Das ist nicht mehr gefragt. Ihr eigener Baum sieht übrigens seit gut 40 Jahren immer gleich aus. „Sehr bunt, Glaskugeln – warme Töne“, berichtet Ilse Fricke.

Eine wahre Hochburg für Weihnachtsschmuck-Liebhaber ist nach wie vor das Erzgebirge.

Zum einen, weil der ganze Landstrich in der Vorweihnachtszeit geschmackvoll dekoriert ist – Lichter wohin das Auge schaut – zum anderen wegen der Pyramiden, Räuchermännchen, Nussknacker oder Schwibbögen. Bereits seit Mitte des 17. Jahrhunderts entwickelte sich aus den Holzschnitzereien ein wichtiger Wirtschaftszweig. Gut: Streng genommen kommen die Figuren und Pyramiden natürlich nicht an die Tanne, sondern eher drunter, aber egal. Die Sachen gehören zum Fest dazu.

Bleibt nur eine Frage zu klären: Was ist der Tannenbaum-Trend 2015? Glaubt man diversen Magazinen, dann müssen zwei Farben an das, neben das und unter das nadelige Grün: Rosa und Kupfer. Und natürlich Glaskugeln, wobei aus Kugeln heutzutage auch leicht mal Autos, Tiere oder andere Formen werden. Nur weiße Lilien – davon ist nirgendwo die Rede.

 

Im schönsten

Weihnachts-

himmel!

 

Wer sich gern zwischen Schwibbogen und Nussknacker, Glaskugel und Holzpyramide aufhält und wissen möchte, warum es eigentlich Weihnachtsmann und Christkind gibt, der muss eine Reise machen. Nach Rothenburg ob der Tauber nämlich.

Dort steht Deutschlands erstes „Weihnachtsmuseum“. Alle, wirklich alle Fragen können dort geklärt werden! Ein Mekka für Weihnachtsfans.

Und wer es vor Heiligabend nicht mehr schafft: Das Museum hat, bis auf ein paar Wochen Ausnahmen, auch im restlichen Jahr geöffnet.

weihnachtsmuseum.de

Jede Tanne sieht anders aus, weil jede Familie in puncto Weihnachtsbaumschmuck ihre eigenen Traditionen hat. Schön sind aber alle Bäumchen.

Auch das hängt mitunter am Baum: ein Dinosaurier. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Diese Nussknacker werden im Erzgebirge hergestellt. Sie sind eine beliebte Weihnachtsdeko, und das schon seit vielen Jahren.


Was weiß Google über mich?

Alles!

Mit einigen Tricks kann man sich trotzdem vor dem amerikanischen Datenkraken schützen.

Von Johannes Krupp

Anbieterstreuung: Nicht nur Googles Browser sollte verwendet werden, sondern zum Beispiel auch Firefox.

Google hat die Macht“, sagt Datenschutzexperte Peter Leppelt. Als Anbieter der populärsten Suchmaschine speichert der US-Konzern sämtliche Suchbegriffe, die dort eingegeben werden. Als Anbieter des Browsers Chrome weiß das Unternehmen auch, welche Internetseiten auf welchen Rechnern aufgerufen werden. „Google weiß alles“, stellt Leppelt klar, der mit seiner Firma Praemandatum andere Unternehmen in Sachen Datenschutz berät.

Google Docs merkt sich alles, was auf der Gerätetastatur getippt wird. Google Now versteht sich als virtueller persönlicher Assistent seiner Nutzer. Doch das Programm hört auf dem Smartphone mit und weiß per GPS immer, wo sich der Nutzer aufhält. Wer Termine in seinen Handykalender eingetragen hat, erhält rechtzeitig vorher an die Verkehrslage angepasste Routenvorschläge. Nebenbei erfährt Google so aber auch, wo der Nutzer gern einkauft, welchen Arzt er wie oft besucht und einiges mehr, das man im vordigitalen Zeitalter noch als streng privat eingestuft hätte.

Weil die meisten Google-Dienste eine persönliche Anmeldung erfordern, kann das Unternehmen die gesammelten Daten auch prima einzelnen Personen zuordnen. Leppelt spricht vom „Ökosystem Google“, in das gerade Nutzer von Mobilgeräten mit Googles Betriebssystem Android automatisch hineinrutschen und das nur schwer zu durchbrechen sei. Auch Apple-Nutzer sind nicht vor Google gefeit, denn viele dieser Anwendungen können auch auf den Geräten des Konkurrenten mit dem Apfel-Logo laufen.

In einem Nutzerprofil werden die gesammelten Daten ausgewertet. Der Blick auf die Gewohnheiten und Vorlieben des jeweiligen Nutzers wird zum Beispiel für möglichst passgenaue Werbung wichtig. Aber ist das schon alles?

Der Nutzer liefere sich einem anonymen US-Konzern auf Gedeih und Verderb aus, ohne zu wissen, was genau mit den Daten geschieht, kritisiert Leppelt. Sein Motto: „Der beste Datenschutz ist die Datenvermeidung.“ Auch wenn es nicht immer so einfach ist, lässt sich einiges unternehmen, um die Privatsphäre zu schützen. Google Now lässt sich ausschalten oder gar nicht erst aktivieren. Und was ist mit Browser und Suchmaschine? Datenschutzexperte Leppelt rät zur Anbieterstreuung.

Als Alternative zum Browser Chrome schlägt Leppelt Mozilla Firefox vor, den es inzwischen auch für mobile Geräte gibt. Und Suchmaschinen wie etwa Metager 2, Duckduckgo oder Startpage sammelten keine Nutzungsdaten, sagt Leppelt. Metager 2 suche den eingegebenen Begriff gleichzeitig in verschiedenen anderen Suchmaschinen, darunter auch bei Google. Doch diese Suchmaschinen erfahren nur, dass die Anfrage von Metager kommt, und nicht, von welchem Nutzer.

Für den Browser Firefox lasse sich überdies noch die Erweiterung Trackmenot herunterladen: Das Programm schicke automatisch im Hintergrund zufällig erstellte Anfragen an Suchmaschinen wie Yahoo, MSN, AOL und auch Google, erläutert Leppelt. Im Dauerstrom dieser Begriffe gehe die eigentliche Suchanfrage des Nutzers unter, so das Kalkül. Oder in Leppelts Worten: „Ihr wollt meine Daten? Erstickt dran!“

Zur Anbieterstreuung rät Leppelt auch beim Interneteinkauf. „Amazon macht vieles richtig“, räumt er zwar ein. Der Einkauf dort sei bequem. Seine Kritik richtet sich aber auf die „Datensammelwut“ des Unternehmens. Die gehe inzwischen teilweise so weit, dass der Konzern aus der Auswertung des Kaufverhaltens schon vor dem Kunden wisse, was dieser bestellen will – und entsprechende Produkte anpreist. Wer alles bei einem Onlineversand bestelle, werde zum gläsernen Konsumenten und sei leichter manipulierbar, sagt Leppelt. Dabei sei es ja ganz einfach, auch bei anderen Versandhändlern zu bestellen. Schon allein wegen des Preisvergleichs sollte man auch Alternativen zum angestammten Onlinehändler in Betracht ziehen. Allerdings lasse sich die Datensammelei auch ganz blockieren, sagt Leppelt und weist auf eine weitere Firefox-Erweiterung hin: Die Software Ghostery erkenne, wenn aufgerufene Internetseiten unbemerkt private Daten des Nutzers abzapfen wollen – und blockiere dies auf Wunsch. Günstiger Nebeneffekt: „Plötzlich läuft das Internet zehnmal schneller“, berichtet Leppelt. Das mache einem zudem deutlich, wie viele Daten durch versteckte Dienste während des Surfens ständig und ohne Wissen des Nutzers abgegriffen würden.

Augen auf

vor dem Klick

Vor dem Klick auf „Ich stimme zu“ sollten Nutzer der diversen Google-Dienste sich die Zeit nehmen, die neuen Bedingungen zum Datenschutz zu lesen. Nutzer der Google-Suche oder von Google Maps werden seit einigen Wochen mit Hinweisen konfrontiert, dass sie ihre Einwilligung zu den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens geben sollen. „Man sollte sich die Mühe machen, das zu lesen“, sagt Carola Elbrecht von der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Grundsätzlich sei es gut, dass transparent über die Erhebung und Verwendung von Daten informiert werde. Allerdings kritisieren die Verbraucherschützer die eingeräumte Frist von wenigen Tagen als zu kurz. „Man muss hinreichend Zeit haben, sich diese Bedingungen durchzulesen“, so Elbrecht. Immerhin umfasse das Dokument gut elf DIN-A4-Seiten Text.

Wer Google als nicht registrierter Nutzer ansteuert, kann durch regelmäßiges Löschen der Browser-Cookies eine Zustimmung vermeiden. Häufig bekommt man so die Hinweise zum Datenschutz nicht einmal zu Gesicht.

Im Firefox-Browser etwa kann man das automatische Löschen der Cookies in den Einstellungen im Bereich „Datenschutz“ aktivieren. Eine andere Möglichkeit ist die Nutzung von Suchmaschinen wie Ixquick.com oder Startpage.com, die Suchanfragen anonymisiert an Googles Suchmaschine weiterleiten.

Einkaufen mit Google Maps und Google-Suche

Warum eigentlich immer einkaufen, wenn es alle anderen auch tun? Mit dem jüngsten Update von Googles Such- und Karten-Apps können nun auch iOS-Kunden sehen, wann ein bestimmtes Geschäft in der Regel besonders gut besucht ist. Mehr als eine Million Orte weltweit sind in der beliebte Uhrzeiten-Funktion gelistet. Ein übersichtliches Balkendiagramm zeigt auf einen Blick, wann an welchem Tag mit hohem Besucherandrang zu rechnen ist.

Zur Ermittlung und Visualisierung der Stoßzeiten setzen die Apps auf Daten, die ihnen Nutzer mitteilen. Wer nämlich seinen Standort mit Google über den Standortverlauf teilt, nimmt automatisch als Datenquelle teil. Das Smartphone sendet dann über den Standortbericht regelmäßig den eigenen Standort an Google, diese Daten fließen in die zahlreichen Dienstleistungen des Unternehmens ein. Vielen Nutzern ist dieses Daten-gegen-Funktionalität-Geschäft nicht bekannt. Man kann den Standortverlauf allerdings abschalten – wenn auch mit Funktionseinbußen.

Auf Android-Smartphones ab Version 2.3 findet sich der Regler für den Standortverlauf in den Google-Standorteinstellungen. Die lassen sich je nach Modell über die Einstellungen von Google Maps aufrufen oder über die Einstellungen des Google-Kontos auf dem Gerät. Im folgenden Menü können auf Wunsch der Standortverlauf und der Standortbericht abgeschaltet werden. Am Computer lässt sich der Standortverlauf unter der Adresse https://maps.google.com/locationhistory ein- und ausschalten oder löschen. Hier kann bei aktivierter Option auch überprüft werden, wo man sich in den vergangenen Tagen aufgehalten hat. Nutzer von Apple-Geräten können den Apps außerdem über die Datenschutzeinstellungen den Zugriff auf den Standort verwehren.

Wer den Standortverlauf abschaltet, muss allerdings mit Einschränkungen rechnen, da mit Hilfe der gesammelten Daten die Funktionalität vieler Google-Dienste sichergestellt wird. Der persönliche Assistent Google Now etwa funktioniert dann nur noch sehr eingeschränkt. Auf die Anzeige der beliebten Besuchszeiten von Geschäften hat dies aber keinen Einfluss. Solange nicht alle Google-Nutzer ihre Standortangabe verweigern, funktioniert sie auch weiterhin.

Bewerbung im Netz

-verloren im Datenmeer-

Die Online-Suche nach der passenden Stelle ist schwer. Schnell verlieren potentielle Bewerber bei der Fülle an Angeboten und Portalen die Übersicht.

Berlin/Harsum. Die Jobsuche ist für manchen Bewerber, als sollte er die Stecknadel im Heuhaufen finden. Täglich liest er Dutzende von Stellenausschreibungen. Doch die eine, die zu ihm passt, ist nicht dabei. Mancher fragt sich nun: Suche ich richtig? Allein im Netz gibt es für Deutschland Hunderte Jobbörsen. Dazu kommen die Stellenmärkte der Zeitungen. Karriereberater erzählen, wie Bewerber sicherstellen, dass sie die für sie relevanten Angebote finden:

Zeitungen
Mancher Bewerber ist so auf das Netz fokussiert, dass er den Blick in die Tages- und Wochenzeitung vergisst. Dabei gibt es viele Firmen, die ausschließlich in Zeitungen inserieren, sagt Dietmar Leuninger, Karriereberater aus Harsum in Niedersachsen. So führt bei vielen Stellen kein Weg an der Lokalzeitung vorbei. Andere überregionale Zeitungen sind zum Beispiel für Stellen im Wissenschaftsbereich wichtig.
Meta-Jobbörsen
Wer im Netz nach Stellenanzeigen sucht, probiert es am besten zunächst mit Meta-Suchmaschinen. Dort lassen sich mit wenigen Klicks gleich mehrere Jobbörsen auf einmal absuchen, sagt Leuninger. Dazu gehören Seiten wie indeed.de, kimeta.de oder opportuno.de. Manche von ihnen durchsuchen nicht nur Jobbörsen, sondern auch Firmenseiten nach Jobangeboten. Einen Überblick über die verschiedenen Jobbörsen im Netz gibt es unter http://dpaq.de/dCfaV .
Branchenspezifische Jobbörsen
Die passenden Jobangebote finden Bewerber häufig bei Jobbörsen, die sich auf einzelne Branchen spezialisiert haben. So gibt es zum Beispiel mit hotelcareer.de ein Jobportal, das sich auf Stellenangebote im Hotelbereich konzentriert. Nur an Naturwissenschaftler richtet sich jobvector.de. Um die für den eigenen Bereich relevanten Jobbörsen herauszubekommen, ist es sinnvoll, sich bei Kollegen und beim Branchenverband zu informieren, sagt Jürgen Hesse, Karriereberater aus Berlin. Eine andere Möglichkeit ist, direkt bei Arbeitgebern nachzufragen, wo sie typischerweise inserieren.
Jobbörse der Arbeitsagentur
Inzwischen gibt es im Netz so viele Jobbörsen von kommerziellen Anbietern, dass das Angebot der Bundesarbeitsagentur häufig übersehen wird. „Gerade für Jugendliche, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, sollte das aber die Anlaufstelle Nummer eins sein“, erklärt Jürgen Zech, Bewerbungsberater aus Köln. Hinzu kommt, dass diese Jobbörse eine lange Tradition hat und es nicht wenige Firmen gibt, die schon immer ausschließlich dort inseriert haben und das auch weiterhin so halten.
Firmenhomepages durchsuchen
Manche Firmen stellen ihre Gesuche ganz bewusst nicht in Jobbörsen ein, weil sie befürchten, anschließend Hunderte von Bewerbungen sichten zu müssen. Bewerber sollten sich deshalb eine Liste mit Firmen machen, bei denen sie gerne arbeiten würden und deren Seiten regelmäßig nach Jobangeboten absurfen. Meta-Suchmaschinen, die darauf spezialisiert sind, Firmen-Homepages zu durchsuchen, sind jobscanner.de, yovadis.de oder jobsuma.de.
Berufliche soziale Netzwerke
Eine andere Möglichkeit, passende Stellenangebote zu finden, bieten die Jobbörsen von beruflichen sozialen Netzwerken wie Xing oder LinkedIn. Wer auf Jobsuche ist, hat hier am besten ein aktuelles Profil. Gut ist, sich an fachlichen Diskussionen zu beteiligen, um sich so sichtbar zu machen, rät Karriereberater Dietmar Leuninger. Es gibt durchaus Personaler, die sich dort auf die Suche nach Bewerbern machen, bevor Stellen überhaupt ausgeschrieben werden. Sie werden eher auf Jobsuchende aufmerksam, wenn diese in beruflichen sozialen Netzwerken aktiv sind.
Headhunter
Wer schon über ein paar Jahre Berufserfahrung verfügt, sollte in Erwägung ziehen, sich an einen Headhunter zu wenden. Die wissen häufig von Stellen, bevor diese ausgeschrieben werden und können den direkten Kontakt zu den Firmen herstellen, sagt Leuninger. Das komme aber erst ab circa dem sechsten Berufsjahr infrage, Anfänger vermitteln sie eher weniger. Bewerber kostet der Service in der Regel nichts.
Bekanntenkreis
Dieser Punkt versteht sich fast von selbst, aber das eigene Netzwerk wird viel zu wenig genutzt. Wichtig ist, dass Jobsuchende im Bekanntenkreis publik machen, dass sie eine neue Stelle suchen. Viele Stellen gehen unter der Hand weg, bevor sie überhaupt ausgeschrieben werden. Im Übrigen sollten Bewerber sich nicht verrückt machen: „Alle Angebote zu finden, ist utopisch“, sagt Berufsberater Hesse. Wer die Tipps berücksichtigt, stellt aber sicher, dass er zumindest einen Großteil der ausgeschriebenen Stellen abgegrast hat.
Kundenbetreuer im Kreis Hannover? Erzieher in Sibbesse? Oder Industrieanlagenelektroniker in Hildesheim? Diese Jobangebote finden Sie auf der HAZ-Jobbörse im Internet. Die Angebote lassen sich nach Stichworten, Rubriken und den verschiedenen Regionen Niedersachsens sortieren. Den eigenen Lebenslauf und Ihre Bewerbung können Sie ganz bequem von zuhause aus hochladen. Beides können Sie aber auch auf dem Postweg einschicken. Haben Sie ihre Bewerbung hinterlegt, erhalten Sie online eine Liste aller Jobs, die Ihrem Lebenslauf entsprechen. Gibt es neue relevante Jobs, werden Sie darüber informiert. Gefällt den Firmen Ihre Bewerbung, dann erhalten Sie die Jobangebote entweder direkt per E-Mail oder Sie können sie online aufrufen. Die HAZ-Jobbörse finden Sie im Internet unter jobs.hildesheimer-allgemeine.de Die HAZ-Jobbörse

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